{"id":4637,"date":"2017-01-02T22:45:00","date_gmt":"2017-01-02T21:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ameo-agentur.de\/?p=4637"},"modified":"2025-05-16T15:30:23","modified_gmt":"2025-05-16T13:30:23","slug":"amazon-google-nutzer-begeistern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-google-nutzer-begeistern\/","title":{"rendered":"Wie Amazon und Google Nutzer:innen begeistern"},"content":{"rendered":"\n<p>Keine Frage: Was die beiden Digital-Giganten <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/handler-hinweis-os\/\">Amazon<\/a> und <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/adspend\/\">Google<\/a> in den letzten Jahren aufgebaut haben, schaffen nicht viele Unternehmen unter dieser Sonne. Das zentrale Produkt beider Companies ist nichts Physisches, und doch sind beide aus deinem t\u00e4glichen Leben nicht mehr wegzudenken. Abgesehen von ein paar \u201eeigenen\u201c Hardware-Produkten \u2013 bei Amazon vor allem der <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-1-click-shopping\/\">Kindle<\/a> und bei Google das Nexus bzw. jetzt recht neu das Google Phone \u2013 sind beide Unternehmen im digitalen Sektor zu Hause und begeistern Millionen von Menschen weltweit. Beide Dienste werden anders genutzt und basieren auf unterschiedlichen Fundamenten \u2013 Google als klassische Suchmaschine und Amazon als Onlineshop bzw. Marktplatz. Zwar gibt es einige \u00dcberschneidungen hinsichtlich der Produktsuche, dennoch verfolgen beide unterschiedliche Ziele bei den Nutzer:innen. Der eine will vor allem die besten Antworten liefern, der andere die besten Produkte. Eine grundlegende Eigenschaft haben Amazon und Google jedoch gemeinsam: Sie waren in ihrem jeweiligen Bereich nicht die Ersten auf dem Markt, haben sich aber \u00fcber die Jahre durchgesetzt und andere Player verdr\u00e4ngt. Aber wie und warum funktioniert das? Die Antwort ist so simpel wie komplex: Sie schaffen es, Nutzer:innen dauerhaft zu begeistern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nutzerzentrierte Weiterentwicklung ist der Schl\u00fcssel<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der \u00dcberschrift ist eigentlich alles gesagt \u2013 sowohl Amazon als auch Google sind extrem nutzerorientiert und entwickeln sich anhand der Bed\u00fcrfnisse ihrer Zielgruppe stetig weiter. Im Bereich der nutzerorientierten physischen Produkte ist ein Unternehmen so stark wie kein anderes: Apple. \u00dcber den Gr\u00fcnder Steve Jobs ranken sich viele Mythen und sehr ambivalente Meinungen. Dennoch hat er mit dem iPod, dem iMac und dem iPhone etwas geschafft, was vor ihm so keiner hinbekommen hat: die Zielgruppe zu emotionalisieren und f\u00fcr Dinge zu begeistern, die eher \u201eunsexy\u201c sind. Schaust du wieder auf die beiden digitalen Platzhirsche, dann erkennst du durchaus viele Parallelen. Eine Suchmaschine, die Spa\u00df macht? Eine Shopping-Plattform, auf der du t\u00e4glich unterwegs bist? Beides w\u00e4re vor 10 Jahren wahrscheinlich so noch nicht denkbar gewesen, aber sowohl Amazon als auch Google sind aus unserem t\u00e4glichen Leben nicht mehr wegzudenken. Stell dir doch nur einmal vor, du willst etwas wissen und kannst Google nicht mehr fragen. Oder du willst dir etwas Neues kaufen und k\u00f6nntest vorher keine <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/frequently-returned-item\/\">Rezensionen<\/a> mehr auf Amazon lesen. Was Apple im Produktbereich geschafft hat, das haben Amazon und Google im Digitalsektor hinbekommen. \u00dcber die letzten 10 Jahre ist man Trends nicht nur hinterhergelaufen \u2013 man hat sie erschaffen und damit USPs (Unique Selling Points) aufgebaut und sich von Mitbewerber:innen abgegrenzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Marke als zentraler Punkt f\u00fcr einen dauerhaften Erfolg<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/markendreiklang-beliebtheit-marke-amazon.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/markendreiklang-beliebtheit-marke-amazon-300x219.png\" alt=\"markendreiklang-beliebtheit-marke-amazon\" class=\"wp-image-530\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Sp\u00e4testens als \u201egoogeln\u201c als Verb im Duden aufgenommen wurde, war klar, dass Google im t\u00e4glichen Leben der Menschen angekommen ist. Gerade vor kurzem sagte jemand zu mir: \u201eWarte, ich google das mal fix auf Amazon.\u201c Wenn das zentrale Produkt eines Unternehmens zu einem weltweiten Synonym geworden ist, dann ist der Erfolg einer Marke unumstritten. Wie schafft man einen solchen Sprung wie Google? Ganz \u201eeinfach\u201c: durch extreme Nutzungsfrequenz. Jede Sekunde werden weltweit \u00fcber 40.000 Suchanfragen auf Google abgefeuert, und durch die Nutzung mobiler Endger\u00e4te steigt diese Anzahl in den n\u00e4chsten Jahren noch weiter. Bei aktuellen Android-Smartphones startet man eine Suchanfrage sogar noch mit der Aussprache des Markennamens: \u201eOk, Google \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ein eigenes Verb hat Amazon noch nicht etablieren k\u00f6nnen \u2013 m\u00fcssen sie auch nicht. Die Marke ist in Bezug auf Shopping in der westlichen Hemisph\u00e4re einfach omnipr\u00e4sent. Will man etwas kaufen, suchen viele immer h\u00e4ufiger direkt auf Amazon oder klicken Amazon zumindest in den Google-Suchergebnissen direkt an, um den Shopping-Prozess oder eine tiefere Produktrecherche zu starten. F\u00fcr Endkund:innen ist Amazon eigentlich DER Onlineshop, obwohl viele der dort angebotenen Produkte von Drittanbietern verkauft werden, die Amazon als Marktplatz nutzen. \u00dcber 100 Millionen aktive Angebote kannst du allein auf Amazon.de erwerben \u2013 und alle sind automatisiert \u00fcber ein intelligentes Cross- und Upselling miteinander verbunden. Die Millionen von Rezensionen, die \u00fcber die Jahre entstanden sind, stellen f\u00fcr viele potenzielle Shopper ein wichtiges Kaufsignal dar. In Verbindung mit einer scheinbar endlosen Produktpalette hat sich Amazon zu einem der wichtigsten Shopping-Portale gemausert, das wir kennen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Touchpoints kreieren und Nutzer:innen binden<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/studie-nutzungsquote-von-amazon-bei-nutzern.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/studie-nutzungsquote-von-amazon-bei-nutzern-300x242.png\" alt=\"studie-nutzungsquote-von-amazon-bei-nutzern\" class=\"wp-image-531\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Aber eine starke und pr\u00e4sente Marke entsteht nicht von allein. Beide Konzerne stecken Milliarden in die Weiterentwicklung ihrer Dienste und kreieren so immer mehr Touchpoints bei ihrer Zielgruppe. Vor 20 Jahren war Google nicht mehr als eine schn\u00f6de Text-Suchmaschine und Amazon ein kleiner Onlineshop f\u00fcr B\u00fccher. W\u00e4hrend sich Amazon mit seinen neuesten Produkten wie dem Dash-Button oder echten Superm\u00e4rkten noch dichter im echten Leben seiner Kund:innen bewegt, steht auch bei Google das Rad nicht still. W\u00e4hrend man als normale:r Anwender:in den \u00c4nderungsprozess bei der Suchmaschine gut beobachten kann (z.\u202fB. mit der Universal Search wurden verschiedene Suchergebnis-Medien integriert), finden bei Google einige Ver\u00e4nderungen \u201eunter der Haube\u201c statt. So ist man mit Google X in verschiedenen Versuchs- und Forschungsprojekten dabei, die Welt technisch zu revolutionieren. Von selbstfahrenden Autos bis hin zu intelligenten Windkraftanlagen \u2013 Google ist weit \u00fcber seine Suchmaschine hinausgewachsen und wird in den kommenden Jahren sehr wahrscheinlich ebenfalls dichter am echten Nutzer agieren. Aber selbst die Suchmaschine ist heute ein fester Bestandteil auf fast jedem Smartphone \u2013 ein Touchpoint, den Menschen weltweit jeden Tag intensiv nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Amazon und Google ver\u00e4ndern das Nutzer:innenverhalten<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn es darum geht, Nutzer:innenverhalten zu beeinflussen und zu steuern, sind Amazon und Google ganz vorn dabei. Das zentrale Bindeglied ist hier die Suchmaschine bzw. deren Ergebnisse: Algorithmen entscheiden, welches Ergebnis relevant ist, und zeigen dieses priorisiert an. Die Suchergebnisliste entscheidet dann dar\u00fcber, ob Produkte gekauft oder Informationen wahrgenommen werden. Beide Internetgiganten haben es aber offenbar geschafft, aus Nutzer:innensicht perfekte Ergebnisse abzuliefern. Die User Experience (Nutzer:innenerfahrung) ist dabei so gut, dass au\u00dfer Google und Amazon \u2013 bezogen auf die westlichen L\u00e4nder \u2013 kaum andere vergleichbare Dienste oder Plattformen genutzt werden. Google ist sauschnell und pr\u00e4zise \u2013 Amazon bietet das perfekte K\u00e4ufer:innenerlebnis bei gleichzeitig riesiger Produktpalette. Jede:r hat sich in seinem:ihrem Gebiet perfekt aufgestellt und enorm verbessert, und das honorieren die Nutzer:innen mit einer intensiven Nutzung beider Produkte. Eine repr\u00e4sentative Umfrage aus 2015 hat gezeigt, dass \u00fcber 30\u202f% der Menschen Amazon aus dem Alltag nicht mehr wegdenken k\u00f6nnen \u2013 bei Google d\u00fcrfte die Quote wohl noch deutlich h\u00f6her sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Enter the Habit Zone<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Buch \u201eHooked\u201c von Nir Eyal, in dem es um kreative Produktkonzeption mittels Design Thinking geht, wird die sogenannte \u201eHabit Zone\u201c beschrieben. Hier geht es um einen nutzerzentrierten Ansatz, um Produkte besser zu machen bzw. neue Produkte zu kreieren. Im Fokus steht dabei immer das Verhalten der echten Nutzer:innen \u2013 wer wei\u00df, was die Zielgruppe gerade will oder in Zukunft m\u00f6chte, kann auch perfekte Produkte bauen. Und genau diese perfekten Produkte und Dienste haben Amazon und Google \u00fcber viele Jahre geschaffen. Mit den beiden <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-a9\/\">Faktoren<\/a> \u201eNutzungsfrequenz\u201c und \u201ewahrgenommener Nutzen\u201c entsteht die \u201eHabit Zone\u201c, in der das Nutzer:innenverhalten beeinflusst und f\u00fcr sich genutzt werden kann. Die Grafik veranschaulicht dabei, wie sich die Nutzungsfrequenz auf die Habit Zone auswirkt: Je h\u00e4ufiger ein Produkt genutzt wird bzw. je h\u00f6her der wahrgenommene Nutzen eines Produkts ist, desto schneller gelangt man in die Habit Zone und erreicht damit, dass Nutzer:innen ein Produkt an ihr Verhalten kn\u00fcpfen. Beispiel: Google wird so oft genutzt und die Ergebnisse sind so gut (und damit der Nutzen so hoch), dass man sogar ein eigenes Verb als Synonym f\u00fcr \u201esuchen\u201c erschaffen hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was kann man als Onlineh\u00e4ndler:in von Amazon und Google lernen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Nun reden wir hier von Weltkonzernen mit zehntausenden Mitarbeitenden und Millionen von Kund:innen. In solchen Dimensionen bewegen sich nur wenige Unternehmen, aber dennoch kannst du auch als kleinere:r Onlineh\u00e4ndler:in eine Menge von Amazon und Google lernen. Immer wieder ist in Bezug auf das Thema Amazon-Optimierung die Rede davon, eine Marke zu erschaffen und einzigartige Produkte zu verkaufen. Was so hochtrabend und schwer erreichbar klingt, ist im Einzelnen betrachtet gar nicht so schwierig, wenn man bedenkt, dass auch Amazon und Google nicht \u00fcber Nacht die perfekten Produkte am Start hatten. Beide Unternehmen haben es aber verstanden, immer nutzerzentriert die Bed\u00fcrfnisse ihrer Kund:innen in Weiterentwicklungsprozesse einzubinden \u2013 und genau das kannst du auch als kleinere:r Onlineh\u00e4ndler:in tun. Produktrezensionen sind beispielsweise oft eine Goldquelle, wenn es um Nutzer:innenfeedback geht, denn hier schreiben echte K\u00e4ufer:innen nicht selten Verbesserungsvorschl\u00e4ge hinein. Auch eigene Tests sollten regelm\u00e4\u00dfig von H\u00e4ndler:innen angesto\u00dfen werden, um Feedback zu Produkten und m\u00f6glichen \u00c4nderungsw\u00fcnschen der Zielgruppe einzuholen. Nat\u00fcrlich gibt es viele Dinge, die man unternehmen kann und sollte \u2013 alle hier aufzulisten w\u00fcrde den Rahmen des Artikels sprengen. Eines der wesentlichsten Dinge ist jedoch eine Frage, die du dir immer selbst stellen solltest: Was kann ich an meinem Produkt noch besser machen bzw. was kann ich ver\u00e4ndern, um Nutzer:innen noch besser abzuholen? Mit dieser zentralen Frage besch\u00e4ftigen sich Amazon und Google seit vielen Jahren \u2013 und genau das ist auch das Erfolgsgeheimnis der beiden Giganten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Frage: Was die beiden Digital-Giganten Amazon und Google in den letzten Jahren aufgebaut haben, schaffen nicht viele Unternehmen unter dieser Sonne. Das zentrale Produkt beider Companies ist nichts Physisches, und doch sind beide aus deinem t\u00e4glichen Leben nicht mehr wegzudenken. 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