{"id":4517,"date":"2017-11-30T23:27:00","date_gmt":"2017-11-30T22:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ameo-agentur.de\/?p=4517"},"modified":"2025-05-14T11:46:26","modified_gmt":"2025-05-14T09:46:26","slug":"cross-devices-tracking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/cross-devices-tracking\/","title":{"rendered":"Cross Devices Tracking"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Tracking von Nutzer:innen ist beinahe so alt wie das Internet selbst und wird heute auf vielen Websites eingesetzt \u2013 sei es auch \u201enur\u201c <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/adspend\/\">Google<\/a> Analytics zum Tracken des Nutzer:innenverhaltens und Traffics. Speziell im E-Commerce-Bereich ist das User-Tracking eine beliebte und bew\u00e4hrte Methode, um das Kauf- und Abbruchverhalten der Kund:innen zu analysieren und mit entsprechenden (oft automatisierten) Ma\u00dfnahmen zu begleiten. Bricht eine Nutzer:in den Kauf bei einem bestimmten Schritt im Warenkorb ab, so l\u00e4sst sich \u00fcber ein dezidiertes Tracking bspw. ein Gutscheincode zu genau den im Warenkorb befindlichen Artikeln generieren, auf anderen (externen) Websites anzeigen und somit die Nutzer:in zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt doch noch zum Kauf bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Des Weiteren wird ein solches Tracking auch f\u00fcr Cross-Selling und Up-Selling verwendet. Kauft eine Kund:in z.B. online eine digitale Spiegelreflexkamera, so kann ihr der Shop ein wenig sp\u00e4ter passendes Zubeh\u00f6r, wie eine Kameratasche, Speicherkarten oder passende Objektive anbieten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Cross Device Tracking statt klassischen Cookies<\/h2>\n\n\n\n<p>Das oben beschriebene Verfahren st\u00f6\u00dft allerdings immer mehr an seine Grenzen, da es auf Cookies beruht. Hierbei wird eine kleine Tracking-Textdatei (genannt Cookie) auf dem Rechner der Nutzer:innen abgelegt, sodass ihre Customer Journey entsprechend nachverfolgt werden kann. Auf diesem Verfahren basieren auch die meisten Affiliate-Programme (z.B. das <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/handler-hinweis-os\/\">Amazon<\/a> PartnerNet), um vermittelte K\u00e4ufe mit Provisionen zu belohnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem: Cookies sind fest auf einem Ger\u00e4t gespeichert und immer mehr Nutzer:innen sind nicht nur mit einem (festen) Ger\u00e4t im Netz unterwegs, sondern nutzen verschiedene Endger\u00e4te zum Surfen. Kauft eine Nutzer:in nun also ein Produkt mit einem Endger\u00e4t (z.B. Laptop) und surft sp\u00e4ter mit einem zweiten (z.B. Smartphone) weiter, so funktioniert das Cookie-Tracking praktisch nicht mehr richtig. Genau an dieser Stelle kommt das Cross-Device Tracking zum Einsatz, das auf drei unterschiedliche Weisen funktionieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cross-Device Tracking mit User-ID<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eeinfachste\u201c Methode, eine Nutzer:in ohne Cookies zu tracken, ist die Nutzung einer User-ID. Hierbei wird oft ein bestehender Login als Grundlage genutzt, um eine Nutzer:in eindeutig zu identifizieren. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder auch Google spielen dabei eine wichtige Rolle, denn oft sind Nutzer:innen auf mehreren, unterschiedlichen Ger\u00e4ten mit dem gleichen Account eingeloggt und k\u00f6nnen so eindeutig \u201emarkiert\u201c werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cross-Device Tracking mit Device-ID<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Methode des Cross-Device Trackings ist die Nutzung \/ Generierung einer Device-ID. Da diese Methode deutlich ungenauer ist als die Identifizierung anhand von ger\u00e4te\u00fcbergreifenden Accounts, m\u00fcssen f\u00fcr den Aufbau einer Device-ID wesentlich mehr Daten gesammelt und zum Vergleich herangezogen werden. So werden bspw. installierte Apps, benutzte Browser, gespeicherte Lesezeichen oder verwendete IP-Adresse (z.B. gleiche WLAN-Netze) zur Bildung eines Nutzerprofils verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cross-Device Tracking mit probabilistischem Algorithmus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Noch eine andere M\u00f6glichkeit des Cross-Device Trackings ist die Nutzung von probabilistischen Algorithmen. Hierf\u00fcr wird praktisch eine Art User-DNA erstellt, die auf Wahrscheinlichkeitsrechnung basiert. Um eine solche \u201eDNA\u201c zu generieren, werden viele unterschiedliche Daten aus dem Surfverhalten und der Browser-History herangezogen. Jede:r Nutzer:in bewegt sich eben mit einem bestimmten Muster durch das Internet und l\u00e4sst sich mit dieser Methode identifizieren. Die Genauigkeit schwankt dabei zwischen 70 und knapp 100 Prozent (Quelle: internetworld.de).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Datenschutz und User-Tracking<\/h2>\n\n\n\n<p>So n\u00fctzlich es f\u00fcr Werbetreibende und Onlineverk\u00e4ufer:innen sein kann, Besucher:innen zu identifizieren und aus ihnen idealerweise zahlende K\u00e4ufer:innen zu machen, so problematisch ist das User-Tracking hinsichtlich geltender Datenschutzbestimmungen. Demnach d\u00fcrfen die gesammelten Daten nicht direkt und eindeutig einer Person zugeordnet werden k\u00f6nnen, sondern m\u00fcssen immer anonymisiert gespeichert und weiterverarbeitet werden. Das wiederum erschwert das User-Tracking und macht es teilweise auch beinahe unm\u00f6glich. Gerade mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) 2018 versch\u00e4rfen sich hier die Regeln f\u00fcr das Tracking erneut. Vor dem Einsatz jeglicher Tracking-Methode ist es ratsam, sich fachlichen (technischen wie rechtlichen) Rat einzuholen, um nicht gegen geltendes Recht zu versto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Tracking von Nutzer:innen ist beinahe so alt wie das Internet selbst und wird heute auf vielen Websites eingesetzt \u2013 sei es auch \u201enur\u201c Google Analytics zum Tracken des Nutzer:innenverhaltens und Traffics. 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