{"id":4335,"date":"2019-03-22T20:37:00","date_gmt":"2019-03-22T19:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ameo-agentur.de\/?p=4335"},"modified":"2025-04-22T11:34:28","modified_gmt":"2025-04-22T09:34:28","slug":"e-commerce","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/e-commerce\/","title":{"rendered":"E-Commerce, Onlinehandel, elektronischer Handel"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Definition \u201eE-Commerce\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt viele verschiedene Begriffe, die oft ein und das Gleiche meinen:&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-dynamic-e-commerce-ads\/\">E-Commerce<\/a>, elektronischer Handel, Electronic Commerce, elektronischer Handelsverkehr, Onlinehandel<\/strong>. Sie bezeichnen das Handeln mit physischen oder nicht physischen Produkten auf einer digitalen Plattform. Grundlage dabei sind im Wesentlichen Einkaufs- und Verkaufsvorg\u00e4nge und der damit verbundene Datenaustausch. Meist findet der Begriff&nbsp;<strong>E-Commerce\/Onlinehandel<\/strong>&nbsp;im&nbsp;B2C&nbsp;Bereich immer dann Anwendung, wenn z. B. in einem Onlineshop oder auf einem&nbsp;Marketplace&nbsp;ein Produkt von Onlineh\u00e4ndler:innen angeboten und von Konsument:innen gekauft wird. Auch im&nbsp;B2B&nbsp;Bereich basiert der elektronische Handel auf eben diesem Prinzip. Oft ist in diesem Fall auch die Rede vom \u201eOnline-Shopping\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwas allgemeiner betrachtet ist der Onlinehandel Bestandteil des&nbsp;E-Business&nbsp;und kann sehr vielschichtig definiert und erkl\u00e4rt werden. Besonders hinsichtlich des stetigen Wandels und der Weiterentwicklung vieler verschiedener Handelsplattformen, Werbem\u00f6glichkeiten, Produktarten, Internationalisierungen und unterschiedliche Endger\u00e4te, \u00fcber die der elektronische Handel realisiert werden kann, reicht eine Einfache Definition f\u00fcr diesen Begriff nicht aus. Wir wollen in diesem Wiki-Artikel die vielen Aspekte des E-Commerce einmal n\u00e4her erkl\u00e4ren und dabei auch die Komplexit\u00e4t aufzeigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce Beispiele<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/e-commerce-arten.jpg\" alt=\"e-commerce-arten\" class=\"wp-image-4396\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce Beispiel 1: \u201eklassisches\u201c Onlineshopping bei Endkund:innen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beginnen wir mit einem Beispiel, das wohl die meisten Endverbraucher:innen mit dem&nbsp;<strong>Begriff \u201eOnlinehandel\u201c<\/strong>&nbsp;verbinden. In einem Onlineshop werden in verschiedenen Produktkategorien unterschiedliche Produkte zum Kauf angeboten. In der Regel haben die meisten Onlineshops im&nbsp;B2C (Business-to-Customer)&nbsp;Festpreisangebote. Oft beinhalten diese Verkaufspreise auch die Umsatzsteuer (meist auch als Mehrwehrsteuer, kurz MwSt.). Wird der Artikel in den digitalen Warenkorb gelegt, so k\u00f6nnen beim \u201eCheckout\u201c (= letzter Bestellprozess bei den meisten Webshops) weitere Kosten z. B. durch die Auswahl bestimmter Zahlungsarten oder Versandmethoden anfallen. Bevor der Produktverkauf dann tats\u00e4chlich durch die K\u00e4ufer:innen best\u00e4tigt wird, m\u00fcssen im Checkout s\u00e4mtliche Preise aufgelistet und verst\u00e4ndlich angezeigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Bestellprozess werden die pers\u00f6nlichen Daten der K\u00e4ufer:innen elektronisch an den Webshop bzw. das dahinterliegende Datensystem \u00fcbermittelt und eine sogenannte \u201eOrder\u201c ausgel\u00f6st. Je nach Komplexit\u00e4t des Webshops werden diese Daten nun entweder direkt in die Shop-eigene Datenbank geschrieben oder zus\u00e4tzlich an ein&nbsp;CRM bzw.&nbsp;ERP&nbsp;\u00fcbermittelt. Viele gr\u00f6\u00dfere Onlineh\u00e4ndler:innen, die auch \u00fcber verschiedene Verkaufskan\u00e4le handeln (<strong>Multi-Channel E-Commerce<\/strong>) werden die Bestelldaten oft komplexer und zentralisiert verarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wurde die Bestellung erfolgreich \u00fcbermittelt und auch die Zahlung entsprechend abgeschlossen, wird der bestellte Artikel im Lager verpackt und an die Versanddienstleister:innen \u00fcbergeben. Nach dem Erhalt des Produkts haben die K\u00e4ufer:innen bspw. in Deutschland bei vielen Produkten 14 Tage Zeit, um sich f\u00fcr oder gegen das Behalten des Artikels zu entscheiden (auch&nbsp;Fernabsatzgesetz&nbsp;genannt). Wird der Artikel aus irgendeinem Grund (Fehlbestellung, Nichtgefallen, Defekt etc.) an die H\u00e4ndler:innen zur\u00fcckgeschickt, so spricht man hier von einer \u201eRetoure\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce Beispiel 2: Onlinehandel im Business-Bereich<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Gewerbetreibende bei anderen Gewerbetreibenden&nbsp;<strong>Waren digital bestellen<\/strong>, so bezeichnet man dies auch als&nbsp;B2B Handel (Business-to-Business). Der Prozess dahinter ist im Wesentlichen identisch zu Beispiel 1. Es gibt hier nur einige Unterschiede hinsichtlich der Verkaufspreise. Da f\u00fcr Gewerbetreibende die Steuer im Handel ein sogenannter \u201edurchlaufender Posten\u201c ist, werden die&nbsp;<strong>Preise im B2B-Onlinehandel<\/strong>&nbsp;oft als sogenannte \u201eNettopreise\u201c (Verkaufspreis ohne gesetzliche Umsatzsteuer) angezeigt. Erst im Checkout wird die entsprechende Umsatzsteuer (in Deutschland bspw. 19 % auf den Nettoverkaufspreis) addiert und angezeigt. Der Grund dahinter ist einfach erkl\u00e4rt: Kauft ein Unternehmen Waren ein, so zahlt es auf den Warenpreis eine sogenannte Vorsteuer, welche sp\u00e4ter beim Jahresabschluss steuerlich geltend gemacht werden kann. Onlineh\u00e4ndler:innen selbst zahlen eine Umsatzsteuer, welche sie an das Finanzamt abf\u00fchren m\u00fcssen. Daher sind die sogenannten \u201eBruttopreise\u201c f\u00fcr viele Unternehmer:innen nicht so wichtig wie f\u00fcr Endverbraucher:innen, da diese die bezahlte Umsatzsteuer i. d. R. nicht steuerlich geltend machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce Beispiel 3: E-Commerce bei Marktpl\u00e4tzen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den vorangegangenen Beispielen sind wir von einem \u201eklassichen\u201c&nbsp;<strong>Webshop als Verkaufsplattform<\/strong>&nbsp;ausgegangen. Speziell in den letzten Jahren ist der Onlinehandel via Marktplatz (auch als \u201eMarketplace\u201c bezeichnet) gerade bei Endverbraucher:innen in der Beliebtheit sehr gestiegen. In Deutschland ist hier vor allem <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/sell-side-platform-supply-side-platform-ssp\/\">Amazon<\/a> extrem dominant. Auch ebay ist in einigen Bereichen bei Neuprodukten und vor allem hinsichtlich des Handels mit gebrauchten Artikel ebenfalls ein wichtiger Marktplatz. In der Schweiz hat der Marktplatz \u201eGalaxus\u201c und in Frankreich die Plattform \u201eCDiscount\u201c die Nase im E-Commerce vorn. In China dominiert vor allem Alibaba, in Japan ist Rakuten weit vorn dabei und in Indien dominiert JD.com den elektronischen Handel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Online-Shopping funktioniert auf Marktpl\u00e4tzen in etwa so wie bei allen Webshops: Aus einem Artikelsortiment werden die Wunschprodukte in den Warenkorb gelegt, online bezahlt und an die K\u00e4ufer:innen verschickt. Der Unterschied speziell beim Marketplace Amazon ist aber, dass die Sortimentsbreite und \u2013tiefe enorm viel gr\u00f6\u00dfer ist, als bei jedem Webshop. Allein auf dem deutschen Markt umfasst das Produktportfolio von Amazon ca. 300 Millionen aktive Angebote.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wesentlicher Unterschied im Vergleich zu regul\u00e4ren Webshops liegt bei Marktpl\u00e4tzen in der Anbieter:innenstruktur. Bei einem Onlineshop gibt es in der Regel nur ein Unternehmen bzw. eine:n Verk\u00e4ufer:in (unabh\u00e4ngig von den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen). Bei Marktpl\u00e4tzen wie Amazon, ebay, Galaxus, CDiscount oder Rakuten werden N-Produkte von N-Onlineh\u00e4ndler:innen verkauft. Das hei\u00dft, ein und dasselbe Produkt kann von mehreren H\u00e4ndler:innen zur gleichen Zeit und zum gleichen oder einem unterschiedlichen Preis angeboten werden. Die K\u00e4ufer:innen k\u00f6nnen dann selbst w\u00e4hlen, zu welchen Konditionen und bei welchen H\u00e4ndler:innen sie den Artikel kaufen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem&nbsp;<strong>Marketplace Amazon kommt im Onlinehandel<\/strong>&nbsp;noch ein weiterer Aspekt hinzu. Amazon selbst bietet neben seinen tausenden von H\u00e4ndler:innen ebenfalls Produkte im eigenen Namen zum Verkauf an. Entweder handelt es sich dabei um Drittmarken, deren Artikel Amazon z. B. direkt von Hersteller:innen bezieht oder um Eigenmarken von Amazon selbst. In beiden F\u00e4llen ist Amazon der:die Verk\u00e4ufer:in vor Kund:innen. Ebenfalls im Unterschied zu allen anderen digitalen Marktpl\u00e4tzen offeriert Amazon seinen H\u00e4ndler:innen ein sogenanntes \u201eFulfillment\u201c, d. h. H\u00e4ndler:innen k\u00f6nnen ihre Waren direkt im Warenlager von Amazon einlagern, von dem sie schlussendlich auch an die Kund:innen direkt verschickt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce Marketing<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im E-Commerce gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Marketing-Instrumenten bzw. Werbem\u00f6glichkeiten. Im Wesentlichen unterscheidet man hier zwischen zielgruppenbasierter Banner-Werbung und&nbsp;<strong>klickbezogenem&nbsp;Performance <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/10-tipps-fur-ein-besseres-verstandnis-bei-ppc-kampagnen\/\">Marketing<\/a><\/strong>. Beide Werbeformen haben im Grunde das gleiche Ziel: Traffic von \u201eau\u00dferhalb\u201c auf den Webshop allgemein bzw. die direkt dort angebotenen Produkte zu leiten. W\u00e4hrend man beim <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/adspend\/\">Performance Marketing<\/a> auf bestimmte <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/a10-amazon-algorithmus\/\">Keywords<\/a> bietet und pro Klick abgerechnet wird, so basiert Bannerwerbung oft auf dem \u201eTausender Kontaktpreis\u201c, sprich immer bei 1.000 Einblendungen der Werbeanzeigen muss Betrag \u201eX\u201c bezahlt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine sehr&nbsp;<strong>effektive Werbeform im E-Commerce<\/strong>&nbsp;ist das sogenannte \u201eRetargeting\u201c (bzw. auch \u201eRemarketing\u201c). Hierbei werden Besucher:innen eines Webshops nach dem Verlassen der Website Werbeanzeigen auf externen Websites zu genau den Produkten angezeigt, die sie zuvor angeschaut haben. Dem zugrunde liegt das sogenannte Cookie-Tracking, d. h. in einer bei Nutzer:innen lokal gespeicherten Textdatei (dem \u201eCookie\u201c) wird bspw. abgespeichert, welche Produkte sie im Webshop angesehen, aber nicht bestellt haben. Genau diese Produkte werden \u00fcber automatisierte Werbeanzeigen auf Drittanbieter:innen-Websites sp\u00e4ter angezeigt. Da die Nutzer:innen diese Produkte bereits gesehen haben bzw. genau kennen, ist die Klickwahrscheinlichkeit dieser Anzeigen sehr hoch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den rein digitalen Marketing-Ma\u00dfnahmen gibt es im E-Commerce noch weitere, nicht-digitale (Offline) Werbema\u00dfnahmen. Klassische TV-Werbung speziell f\u00fcr Online-Angebote wird zwar nach wie vor eingesetzt, ist aber f\u00fcr viele Werbetreibende zu teuer und zu wenig messbar. Auch Print-Werbung wurde und wird speziell f\u00fcr Onlineshops eingesetzt. Bereits seit Ende der 1990er Jahre haben Werbetreibende versucht mit QR-Codes Offline- und Online-Welten miteinander zu verbinden. Trotz weiterentwickelter Hardware auf dem Mobilfunkmarkt und freiverf\u00fcgbarer QR-Code-Scanner-Apps, haben sich diese Codes nie wirklich durchgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Printwerbung im E-Commerce kann dennoch eine effektive Ma\u00dfnahme sein, wenn sie zielgenau und personalisiert umgesetzt wird. In Zeiten von Massen-Emails, Chat-Robots und \u201eNative Advertising\u201c ist ein simpler und haptischer Brief mit pers\u00f6nlicher Ansprache nach wie vor ein probates Mittel im elektronischen Handel. Oft verbunden mit speziellen Angeboten oder Rabatten nutzen nach wie vor viele vorrangig gr\u00f6\u00dfere Onlineh\u00e4ndler:innen diese Werbeform.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Onlinehandel Entwicklung &amp; Statistik<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce Umsatz \u2013 Entwicklung Deutschland<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/e-commerce-weltweit-umsatz-vergleich.png\" alt=\"e-commerce-weltweit-umsatz-vergleich\" class=\"wp-image-4436\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Einzelhandel und lokale Fachhandel in vielen Teilen Deutschlands stark k\u00e4mpfen muss, um die Ums\u00e4tze der Vorjahre maximal halten zu k\u00f6nnen, boomt der Onlinehandel weiter und verzeichnet jedes Jahr starke Anstiege. Seit 2005 hat sich der&nbsp;<strong>Umsatz im E-Commerce<\/strong>&nbsp;bis 2018 nahezu verzehnfacht von 6,4 Mrd. auf 53,4 Mrd. Euro (Quelle HDE-Prognose). Laut einer weiteren Studie (Quelle Statista:&nbsp;https:\/\/de.statista.com\/outlook\/243\/100\/ecommerce\/weltweit) betr\u00e4gt der deutschlandweite Umsatz im E-Commerce ca. 66,8 Mrd. Euro.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/e-commerce-statistik-umsatz-deutschland-2016-2017-2018-2019.png\" alt=\"e-commerce-statistik-umsatz-deutschland-2016-2017-2018-2019\" class=\"wp-image-10581\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn das prozentuale Wachstum des Umsatzes im deutschen E-Commerce seit 2010 stetig abnimmt, so w\u00e4chst der totale Wert des Umsatzes seit 20 Jahren konstant, wie diese&nbsp;<strong>E-Commerce-Statistik<\/strong>&nbsp;vom HDE (Handelsverband Deutschland) zeigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce Umsatz \u2013 Entwicklung weltweit<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/e-commerce-umsatz-weltweit-statista.png\" alt=\"e-commerce-umsatz-weltweit-statista\" class=\"wp-image-4426\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtet man den Blick global, so sehen die&nbsp;<strong>Umsatzentwicklungen im E-Commerce<\/strong>&nbsp;noch beeindruckender aus. Weltweit wurden laut Statista in 2018 circa 1,6 Billionen Euro im digitalen Handel umgesetzt. Ein Gro\u00dfteil des weltweiten Onlinehandel-Umsatzes wird demnach im Fashion-Bereich erzielt (472.985 Mio. EUR) dicht gefolgt vom Bereich Elektronik &amp; Medien (359.167 Mio. EUR) sowie Spielzeug &amp; Hobby (346.309 Mio. EUR). Trotz der noch recht eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten, Lebensmittel online zu bestellen (in Deutschland ist dies derzeit nur \u00fcber&nbsp;REWE Online und Amazon-Fresh&nbsp;m\u00f6glich), wurden 2018 ca. 190 Milliarden Euro in diesem Bereich umgesetzt. Die 5-Jahresprognose laut dieser E-Commerce-Studie besagt, dass der weltweite Umsatz auf 2,5 Billionen steigen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im L\u00e4ndervergleich hat China die Nase vorn: 636.219 Mio. EUR Umsatz werden hier im Jahr 2019 voraussichtlich generiert. In Europa ist Gro\u00dfbritannien mit 81.256 Mio. EUR das umsatzst\u00e4rkste Land im Onlinehandel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce ARPU weltweit<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/e-commerce-statistik-arpu.png\" alt=\"e-commerce-statistik-arpu\" class=\"wp-image-4421\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch interessant ist der&nbsp;ARPU&nbsp;(= \u201e<strong>Average Revenue per User<\/strong>\u201c oder \u201edurchschnittliche Erl\u00f6se pro Nutzer:in\u201c) pro Jahr: \u201eNur\u201c 456,06 EUR gibt ein:e durchschnittliche:r Nutzer:in pro Jahr weltweit im E-Commerce aus. Insgesamt gibt es laut Statista im Jahr 2018 circa 3,5 Mrd. E-Commerce-Nutzer:innen. Bis 2023 soll die Zahl der Onlineshopper auf ca. 4,5 Mrd. steigen. Die Penetrationsrate (Anzahl der Erstk\u00e4ufer:innen im Verh\u00e4ltnis zur maximalen Anzahl an potentiellen Erstk\u00e4ufer:innen) lag 2018 im Onlinehandel bei 48,6 % \u2013 bis 2023 soll diese Zahl auf knapp 60 % steigen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/e-commerce-entwicklung-nutzer-anzahl.png\" alt=\"e-commerce-entwicklung-nutzer-anzahl\" class=\"wp-image-4416\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.intomarkets.com\/wp-content\/uploads\/e-commerce-weltweit-penetrationsrate.png\" alt=\"e-commerce-weltweit-penetrationsrate\" class=\"wp-image-4431\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Arten von E-Commerce gibt es?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn von \u201eE-Commerce\u201c oder \u201eOnlinehandel\u201c die Rede ist, denken die meisten Menschen wahrscheinlich sofort an das klassische Endkundengesch\u00e4ft. Tats\u00e4chlich ist der elektronische Handel sehr viel diverser und in viele verschiedene Bereiche untergliedert. Die drei&nbsp;<strong>wichtigsten E-Commerce-Arten<\/strong>&nbsp;sind dabei jedoch B2C, <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/handler-hinweis-os\/\">B2B<\/a> und&nbsp;C2C.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce im B2B<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der elektronische Gesch\u00e4ftsverkehr von einem zum anderen Unternehmen wird auch als B2B bezeichnet. Ausgeschrieben bedeutet dies \u201e<strong>Business-to-Business<\/strong>\u201c und ist im E-Commerce sehr weit verbreitet. So existieren bestimmte Onlineshops, die ihre Produkte nicht f\u00fcr Endkund:innen, sondern nur f\u00fcr Gewerbetreibende anbieten. Auch auf Marktpl\u00e4tzen wie Amazon und ebay findet ein B2B-Onlinehandel statt \u2013 bestimmte Angebote (z. B. gr\u00f6\u00dfere Verpackungseinheiten) richten sich hierbei meist an Unternehmen und weniger an Verbraucher:innen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce im B2C<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Endkundengesch\u00e4ft ist das, was auch als B2C bezeichnet wird. Ausgeschrieben steht dies f\u00fcr \u201e<strong>Business-to-Customer<\/strong>\u201c und ist wohl das h\u00e4ufigste Modell im E-Commerce. Die meisten Onlineshops basieren auf diesem Prinzip, d. h. H\u00e4ndler:innen bieten eigene oder Produkte von Fremdmarken oder Dienstleistungen inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer zum Verkauf im Internet an. Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass sich B2C im Onlinehandel immer mehr in Richtung <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-a-content\/\">Marktpl\u00e4tze<\/a> wie Aliexpress, Amazon, ebay, Galaxus etc. verlagert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce im C2C<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine dritte&nbsp;<strong>Art des E-Commerce<\/strong>&nbsp;ist der gesch\u00e4ftliche Verkehr zwischen Konsument:innen, was auch als C2C bezeichnet wird. Ausgeschrieben bedeutet dies \u201e<strong>Consumer-to-Consumer<\/strong>\u201c und gemeint ist damit der Handel zwischen Privatkund:innen. Hier werden Waren zwar auch digital angeboten, verkauft und bezahlt, jedoch meist nur \u00fcber Plattformen. Die Kaufvertr\u00e4ge und oft auch die rechtliche Grundlage (Garantie, R\u00fccknahme, Haftung usw.) handeln Verk\u00e4ufer:innen und K\u00e4ufer:innen individuell aus. Popul\u00e4re Beispiele f\u00fcr C2C im Onlinehandel sind Plattformen wie ebay, ebay Kleinanzeigen und etsy.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce Vorteile und Nachteile<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz objektiv lassen sich per se keine&nbsp;<strong>Vorteile oder Nachteile im elektronischen Handel<\/strong>&nbsp;pauschal definieren. Dies h\u00e4ngt nat\u00fcrlich immer von der Perspektive der Verk\u00e4ufer:innen und K\u00e4ufer:innen ab. Einer der Vorteile, der dem E-Commerce zugeschrieben wird, ist, dass Privatkunden einfacheren Zugang zu einer breiteren Produktpalette haben \u2013 insbesondere, wenn es sich dabei um spezifische Artikel handelt. W\u00e4hrend man im Einzel- oder Fachhandel oft verschiedene, lokale Ladengesch\u00e4fte f\u00fcr einen umfangreichen Einkauf besuchen muss, ist dies via Internet oft wesentlich zeitsparender m\u00f6glich. Als weiterer Vorteil wird oft die bessere Preistransparenz und Vergleichbarkeit von Preisen genannt, die im Onlinehandel m\u00f6glich ist. Als dritter E-Commerce-Vorteil gilt f\u00fcr viele K\u00e4ufer:innen die Tatsache, dass vor einer Bestellung <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/frequently-returned-item\/\">Bewertungen<\/a> (<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-a9\/\">Rezensionen<\/a>) von anderen Konsument:innen als Kaufentscheidung herangezogen werden k\u00f6nnen. Speziell bei Urlaubsbuchungen sind Portale wie Holidaycheck oder Booking ein wichtiger Aspekt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als einer der Nachteile des Onlineshoppings wird h\u00e4ufig ein \u00dcberangebot dargestellt. Die schiere Masse kaum differenzierbarer Produkte \u00fcberfordert einige Konsument:innen oftmals. Auch die fehlende fachliche Beratung durch professionelle Berater:innen\/Verk\u00e4ufer:innen ist f\u00fcr einige Verbraucher:innen ein&nbsp;<strong>Nachteil von E-Commerce<\/strong>. Der wohl am h\u00e4ufigsten genannte Nachteil des Onlinehandels ist die fehlende Haptik. Vor dem Kauf eines Produkts l\u00e4sst es sich im Einzel- und Fachhandel erf\u00fchlen und dadurch besser erfahren \u2013 bei einer Onlinebestellung ist dies so nicht m\u00f6glich. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber das sogenannte&nbsp;Fernabsatzgesetz&nbsp;eingef\u00fchrt. Dies gleicht die fehlende Haptik bzw. die mangelnde Fachberatung ein wenig aus. K\u00e4ufer:innen haben unter bestimmten Bedingungen das Recht, die online gekauften Artikel ohne Angabe von Gr\u00fcnden zur\u00fcckzuschicken und den vollen Kaufpreis erstattet zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">E-Commerce Ausbildung und Studium<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 2019 wurden f\u00fcr den verst\u00e4rkten Bedarf an qualifizierten Fachkr\u00e4ften ein staatlicher Studiengang und ein Ausbildungsberuf geschaffen:&nbsp;<strong>E-Commerce Kaufmann\/Kauffrau und E-Commerce-Bachelor\/Master<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kaufmann\/Kauffrau im E-Commerce<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Voraussetzung f\u00fcr diese&nbsp;<strong>E-Commerce-Ausbildung<\/strong>&nbsp;ist bei den meisten Unternehmen, dass gute Englisch- und Mathematik-Kenntnisse vorhanden sind. Zu den Aufgaben z\u00e4hlen u. a. die Sortimentsgestaltung, Produktdatenbeschaffung, Warenkategorisierung und die Pr\u00e4sentation von Angeboten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bachelor\/Master E-Commerce<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Pendant zur Ausbildung ist der Studiengang \u201eE-Commerce\u201c mit dem Bachelor-Abschluss, der seit 2019 in diesem Umfeld von staatlichen und privaten Universit\u00e4ten angeboten wird. Ein Master-Studiengang \u00fcber drei Semester kann dort ebenfalls oft angeschlossen werden. Dieses&nbsp;<strong>E-Commerce-Studium<\/strong>&nbsp;besteht aus einem Mix aus Informatik, Betriebswirtschaftslehre und speziellen E-Commerce-F\u00e4chern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"jobs\">E-Commerce Jobs<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Berufsbereich des elektronischen Handels sind in den letzten Jahren viele verschiedene Jobs entstanden, da hier verschiedene Disziplinen, T\u00e4tigkeitsfelder und Anforderungen aus verschiedenen Wirtschafts- und Fachbereichen ben\u00f6tigt werden. Einer der popul\u00e4rsten&nbsp;<strong>Jobs im E-Commerce<\/strong>&nbsp;ist der \u201eE-Commerce-Manager\u201c, welcher immer h\u00e4ufiger mit den beiden Erfahrungsstufen \u201eJunior\u201c und \u201eSenior\u201c verbunden wird. Seit der immer st\u00e4rkeren Marktmacht von Amazon &amp; Co. etabliert sich immer st\u00e4rker auch der Beruf des \u201eMarketplace-Managers\u201c. Folgende Jobs im Onlinehandel werden h\u00e4ufig von Unternehmen gesucht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>E-Commerce-Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Marketplace-Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Projektmanager E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>Produktmanager E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>Head of E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>Vertriebsmanager E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>E-Commece Keyaccount<\/li>\n\n\n\n<li>Sales Manager E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>Digital Sales Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Online-Marketing-Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Business Development Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Amazon Sales Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Marktplatz-Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Produktdaten-Manager E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>E-Commerce Technical Projekt Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Category Manager E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>SEA \/ <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/25-amazon-tools\/\">SEO<\/a> Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Recruiter E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>Prozessmanager E-Commerce \/ E-Business<\/li>\n\n\n\n<li>Anforderungsmanager E-Commerce \/ E-Business<\/li>\n\n\n\n<li>Digital Product Manager<\/li>\n\n\n\n<li>E-Commerce-Consultant<\/li>\n\n\n\n<li>Amazon Analyst \/ Consultant<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-advantage-2\/\">Content<\/a> Manager Webshops \/ Onlineshops \/ CMS<\/li>\n\n\n\n<li>Social Media Manager<\/li>\n\n\n\n<li>Praktikant im E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>Werkstudent im E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>Logistics Controlling E-Commerce<\/li>\n\n\n\n<li>(Senior) Specials E-Commerce \/ E-Business<\/li>\n\n\n\n<li>Team Lead E-Commerce \/ E-Business<\/li>\n\n\n\n<li>E-Commerce Coordinator<\/li>\n\n\n\n<li>Einkauf \/ Merchandiser Onlinehandel<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oft vermischen sich Berufsbezeichnungen aus dem klassischen Handel, Marketing, Buchhaltung und Management mit den&nbsp;<strong>Berufen im E-Commerce<\/strong>. Viele Bezeichnungen der vakanten Positionen sind oft auch sehr \u00e4hnlich bzw. die Anforderungen und Jobbeschreibungen sind nahezu deckungsgleich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Definition \u201eE-Commerce\u201c Es gibt viele verschiedene Begriffe, die oft ein und das Gleiche meinen:&nbsp;E-Commerce, elektronischer Handel, Electronic Commerce, elektronischer Handelsverkehr, Onlinehandel. Sie bezeichnen das Handeln mit physischen oder nicht physischen Produkten auf einer digitalen Plattform. Grundlage dabei sind im Wesentlichen Einkaufs- und Verkaufsvorg\u00e4nge und der damit verbundene Datenaustausch. 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