{"id":3601,"date":"2021-06-11T10:11:00","date_gmt":"2021-06-11T08:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ameo-agentur.de\/?p=3601"},"modified":"2025-03-13T10:11:43","modified_gmt":"2025-03-13T09:11:43","slug":"one-stop-shop","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/one-stop-shop\/","title":{"rendered":"Umsatzsteuerreform 2021 \u2013 Neue Umsatzschwelle und One-Stop-Shop"},"content":{"rendered":"\n<p>Ab dem 01. Juli 2021 tritt die gr\u00f6\u00dfte\u00a0<strong>Umsatzsteuerreform<\/strong>\u00a0im\u00a0Onlinehandel\u00a0seit Jahren und sogar Jahrzehnten in Kraft. Diese Reform betrifft (fast) alle Onlineh\u00e4ndler:innen, die ins europ\u00e4ische Ausland verkaufen oder im europ\u00e4ischen Ausland lagern.\u00a0Zum 01. Juli 2021 wird die\u00a0<strong>Lieferschwelle und damit die Steuerpflicht im Zielland<\/strong>\u00a0ge\u00e4ndert und damit wird fast jeder europaweit steuerpflichtig.\u00a0Um diese Entwicklung zu\u00a0erleichtern,\u00a0wird der\u00a0<strong>One-Stop-Shop<\/strong>\u00a0(kurz\u00a0<strong>OSS<\/strong>) eingef\u00fchrt.\u00a0Was genau es mit der \u00c4nderung der Lieferschwelle auf sich hat, welche \u00c4nderungen nun auf H\u00e4ndler:innen zukommen und warum das gleichzeitig eine Erleichterung, aber auch eine erh\u00f6hte Komplexit\u00e4t bedeutet, erkl\u00e4ren wir in diesem Blogpost. Achtung: Bei steuerlichen Themen ist es immer ratsam, einen Steuerberater hinzuziehen. Dieser Artikel\u00a0ersetzt die steuerliche Beratung nicht und bietet keine Schritt-f\u00fcr-Schritt Anleitung, sondern gibt nur einen \u00dcberblick \u00fcber die bevorstehende\u00a0Umsatzsteuerreform.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">One Stop Shop \u2013 \u00dcbersicht<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Warum gibt es die Umsatzsteuerreform?\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Was sind Lieferschwellen und wie ist die aktuelle gesetzliche Regelung?\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Beispiel Bestimmungslandprinzip\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Zusammenfassung aktuelle Situation\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Was \u00e4ndert sich mit der\u00a0Umsatzsteuerreform ab dem 01.07.?\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Was ist ein innergemeinschaftlicher Fernverkauf?\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Was bedeutet die neue Umsatzschwelle?\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Beispiel Umsatzschwelle\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Zusammenfassung\u00a0der\u00a0Umsatzschwelle\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Was ist der\u00a0OSS und warum ist das zuk\u00fcnftig eine Erleichterung?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie kann ich mich f\u00fcr den OSS registrieren?\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Warum ist der OSS vor allem f\u00fcr\u00a0FBASeller\u00a0trotzdem komplex?\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die zuk\u00fcnftigen 2 Welten der <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-lagerbestand\/\">FBA<\/a> H\u00e4ndler:innen\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Was muss ich im OSS melden und was darf ich nicht melden?\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Was muss ich\u00a0beim OSS beachten?\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Wie gehe ich bei der Anmeldung zum\u00a0One-Stop-Shop vor?\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Zusammenfassung der\u00a0Umsatzsteuerreform<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum gibt es die&nbsp;Umsatzsteuerreform?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der\u00a0<strong>Umsatzsteuerreform soll\u00a0dem Onlinehandel<\/strong>,\u00a0wie wir ihn heutzutage kennen,\u00a0entgegengekommen werden. Dies ist darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass\u00a0die bisherige Umsatzsteuerregelung und die Lieferschwellen veraltet sind und haupts\u00e4chlich f\u00fcr Gro\u00dfkonzerne gedacht waren, da der Onlinehandel in heutiger Form noch nicht existierte. Aufgrund des massiven Wachstums im Onlinehandel und der gro\u00dfen Anzahl an neuen Akteuren im EU-weiten Onlinehandel soll mit dieser Reform das bisherige Verfahren vereinfacht werden und Mehrwertsteuerbetrug vorgebeugt werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was&nbsp;sind Lieferschwellen&nbsp;und wie ist die aktuelle gesetzliche Regelung?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Lieferschwellen betreffen den Verkauf von G\u00fctern an Privatkund:innen in anderen\u00a0Mitgliedstaaten der EU\u00a0und betreffen\u00a0deswegen vorwiegend\u00a0B2C-H\u00e4ndler:innen. Die Lieferschwelle legt fest, ab welchem Umsatzvolumen ein:e H\u00e4ndler:in\u00a0die Umsatzsteuer im sogenannten Bestimmungsland oder auch Zielland zahlen und sich\u00a0daraus resultierend\u00a0dort steuerlich registrieren muss\u00a0(vgl. Wirtschaftslexikon).\u00a0Die Lieferschwelle kann von Bestimmungsland zu Bestimmungsland variieren, in der Regel liegt diese aber bei 35.000 \u20ac.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Bisher galt\u00a0das sogenannte Bestimmungslandprinzip. Das\u00a0<strong>Bestimmungslandprinzip\u00a0<\/strong>bestimmt, dass,\u00a0sobald\u00a0eine\u00a0nationale\u00a0Lieferschwelle\u00a0im Laufe eines Kalenderjahres\u00a0\u00fcbertreten wird, H\u00e4ndler:innen in dem jeweiligen Bestimmungsland steuerpflichtig werden.\u00a0Dabei wird die\u00a0Lieferschwelle jedes Ziellandes einzeln betrachtet.\u00a0Solange diese Schwelle nicht \u00fcbertreten wird, m\u00fcssen H\u00e4ndler:innen die Waren nur im eigenen Land versteuern.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beispiel Bestimmungslandprinzip&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein:e <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/sell-side-platform-supply-side-platform-ssp\/\">Amazon<\/a> H\u00e4ndler:in aus Deutschland verkauft Waren in verschiedene L\u00e4nder der EU. Darunter sind Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien.\u00a0Die Lieferschwelle in Frankreich, Spanien und Italien\u00a0ist\u00a0auf 35.000 \u20ac festgelegt. Im Laufe eines Jahres verkauft der:die H\u00e4ndler:in Produkte im Wert von 49.750 \u20ac nach Frankreich, von 24.500 \u20ac nach Spanien und\u00a0von\u00a035.002 \u20ac nach Italien.\u00a0Bei den Waren, die nach Frankreich verkauft wurden, wird die Lieferschwelle deutlich \u00fcberschritten. Aus diesem Grund ist der:die H\u00e4ndler:in in Frankreich steuerpflichtig, das bedeutet er:sie\u00a0ben\u00f6tigt eine franz\u00f6sische\u00a0Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, muss die Steuern\u00a0in FR\u00a0melden und ben\u00f6tigt bestenfalls eine:n Steuervertreter:in\u00a0vor Ort. In Spanien\u00a0wurde die Lieferschwelle nicht \u00fcberschritten, das bedeutet der:die H\u00e4ndler:in ist in Spanien nicht steuerpflichtig und kann die Verk\u00e4ufe in der deutschen Umsatzsteuer erkl\u00e4ren.\u00a0In Italien wurde die Lieferschwelle\u00a0nur sehr\u00a0knapp \u00fcberschritten,\u00a0trotzdem ist\u00a0er:sie auch in diesem Fall in dem Zielland Italien steuerpflichtig und braucht eine italienische\u00a0Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung&nbsp;der&nbsp;aktuellen&nbsp;Situation&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Bisher galt\u00a0das Bestimmungslandprinzip, das hei\u00dft, es sind Lieferschwellen zu beachten.\u00a0Jedes EU-Land hat eine eigene Lieferschwelle.\u00a0Sollte eine Lieferschwelle \u00fcbertreten werden, sind H\u00e4ndler:innen in dem jeweiligen Bestimmungsland steuerpflichtig.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was \u00e4ndert sich mit der Umsatzsteuerreform ab dem 01.07.2021?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Zum Juli 2021 wird das Bestimmungslandprinzip\u00a0aufgehoben und\u00a0der sogenannte\u00a0<strong>One-Stop-Shop<\/strong>\u00a0eingef\u00fchrt. Dabei wird die\u00a0Versandhandelsregelung mit\u00a0<strong>nationalen Lieferschwellen<\/strong>\u00a0nicht mehr geltend sein und\u00a0ein\u00a0innergemeinschaftlicher\u00a0Fernverkauf mit\u00a0Standard-Umsatzschwelle wird eingef\u00fchrt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was ist ein innergemeinschaftlicher Fernverkauf?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Innergemeinschaftliche\u00a0Fernverk\u00e4ufe sind Lieferungen\u00a0von\u00a0steuerpflichtigen\u00a0Gegenst\u00e4nden innerhalb der\u00a0EU\u00a0an\u00a0nichtunternehmerische Empf\u00e4nger:innen oder Privatkund:innen\u00a0(B2C).\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet die neue Umsatzschwelle?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit der\u00a0<strong>Umsatzsteuerreform zum 01.07.2021<\/strong>\u00a0werden die nationalen Lieferschwellen abgeschafft und eine neue Lieferschwelle, die sogenannte Umsatzschwelle, eingef\u00fchrt. Die neue Umsatzschwelle gilt nicht mehr nur f\u00fcr jedes Land einzeln, sondern f\u00fcr die gesamte EU (in Summe) und betr\u00e4gt 10.000 \u20ac pro Kalenderjahr.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wer diese neue Grenze \u00fcberschreitet,\u00a0wird ab dann immer pauschal im Zielland steuerpflichtig. Genauer gesagt,\u00a0werden\u00a0H\u00e4ndler:innen,\u00a0sobald die Umsatzschwelle\u00a0einmal\u00a0\u00fcbertreten\u00a0wurde, in jedem\u00a0EU-Land,\u00a0in dem ein Verkauf\u00a0an private Kund:innen\u00a0stattfindet,\u00a0umsatzsteuerpflichtig. Dabei werden die Verk\u00e4ufe ins EU-Ausland nicht mehr national, sondern kumuliert betrachtet.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beispiel Umsatzschwelle<\/h3>\n\n\n\n<p>Um die\u00a0<strong>Bedeutung der Umsatzschwelle<\/strong>\u00a0zu verdeutlichen, werden drei Beispiele angef\u00fchrt. Auch in diesem Beispiel gehen wir von einem:r deutschen H\u00e4ndler:in aus, der:die die Waren an private Kund:innen im EU-Ausland verkauft.\u00a0Wichtig: Diese Beispiele dienen nur zur Verdeutlichung der neuen Umsatzschwelle und ber\u00fccksichtigen nicht die Vereinfachung durch den OSS.\u00a0Konkrete Beispiele zur Verwendung des OSS werden im weiteren Verlauf dieses Artikels erkl\u00e4rt.\u00a0\u00a0Im ersten Beispiel verkauft der:die H\u00e4ndler:in Waren nach Italien, Spanien und in die Niederlande. Dabei macht der:die H\u00e4ndler:in\u00a0innerhalb eines Kalenderjahres\u00a02.500 \u20ac Umsatz\u00a0in Italien, 4.000 \u20ac Umsatz in Spanien und\u00a04.500 \u20ac Umsatz\u00a0in den\u00a0Niederlanden. Insgesamt\u00a0macht er:sie also\u00a011.000 \u20ac Umsatz im EU-Ausland und \u00fcberschreitet damit kumuliert die Umsatzschwelle von 10.000 \u20ac. Das bedeutet f\u00fcr den:die H\u00e4ndler:in, dass er:sie in jedem der drei L\u00e4nder umsatzsteuerpflichtig wird, eine\u00a0Umsatzsteuer-Identifikationsnummer\u00a0braucht, Steuern erkl\u00e4ren muss und bestenfalls einen steuerlichen Vertreter vor Ort ben\u00f6tigt.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Im zweiten Beispiel\u00a0verkauft der:die H\u00e4ndler:in Waren nach Italien und Spanien. Dabei macht er:sie innerhalb eines Kalenderjahres\u00a02.000 \u20ac Umsatz in Italien und 4.000 \u20ac Umsatz in Spanien. Insgesamt macht der:die H\u00e4ndler:in also 6.000 \u20ac Umsatz im EU-Ausland und \u00fcberschreitet damit die neue Umsatzschwelle von 10.000 \u20ac nicht. Das bedeutet\u00a0er:sie kann die Ums\u00e4tze weiterhin in Deutschland versteuern und wird in den Ziell\u00e4ndern nicht\u00a0umsatzsteuerpflichtig.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Im dritten Beispiel\u00a0verkauft der:die H\u00e4ndler:in Waren ebenfalls nach Italien und Spanien. Dabei macht er:sie innerhalb eines Kalenderjahres\u00a09.990 \u20ac Umsatz in Italien und 11\u00a0\u20ac Umsatz in Spanien. Insgesamt macht der H\u00e4ndler also 10.001\u00a0\u20ac Umsatz im EU-Ausland und \u00fcberschreitet damit die neue Umsatzschwelle von 10.000 \u20ac, wenn auch nur knapp.\u00a0Auch wenn nur ein sehr kleiner Umsatz in Spanien gemacht wird, wird die Umsatzschwelle \u00fcberschritten und der:die H\u00e4ndler:in wird sowohl in Italien als auch in Spanien\u00a0umsatzsteuerpflichtig, denn es gibt keine Steuerbefreiung von Kleinbetragssendungen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung&nbsp;der&nbsp;Umsatzschwelle&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Umsatzschwelle in H\u00f6he\u00a0von 10.000 \u20ac ersetzt ab dem 01.07. die nationalen Lieferschwellen und gilt\u00a0f\u00fcr das gesamte EU-Ausland. Dabei werden die Ums\u00e4tze im EU-Ausland zuk\u00fcnftig kumuliert betrachtet. Sobald die Umsatzschwelle \u00fcberschritten wird,\u00a0sind H\u00e4ndler:innen in jedem Zielland, in dem Umsatz gemacht wurde,\u00a0umsatzsteuerpflichtig.\u00a0Diese Entwicklung klingt zun\u00e4chst kompliziert, da die\u00a0Umsatzschwelle\u00a0vergleichsweise niedrig ist und schnell \u00fcberschritten wird.\u00a0Um dem\u00a0entgegenzuwirken,\u00a0wird der\u00a0One-Stop-Shop eingef\u00fchrt.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist&nbsp;der&nbsp;OSS und warum&nbsp;ist das&nbsp;zuk\u00fcnftig&nbsp;eine Erleichterung?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Der One-Stop-Shop wird als L\u00f6sung f\u00fcr die auf den ersten Blick komplexe neue Umsatzsteuerregelung gegeben und bietet eine prozessuale Verbesserung und damit eine Erleichterung f\u00fcr (fast) alle H\u00e4ndler:innen.\u00a0Der OSS erm\u00f6glicht eine zentrale\u00a0und geb\u00fcndelte\u00a0<strong>Meldung der Umsatzsteuern aus allen EU-L\u00e4ndern<\/strong>\u00a0und\u00a0kann die Registrierungen in allen EU-L\u00e4ndern mit steuerpflichtigen Lieferungen ersetzen. Das bedeutet, man muss sich nicht\u00a0mehr im\u00a0<strong>jeweiligen Zielland\u00a0umsatzsteuerlich registrieren<\/strong> und die Umsatzsteuermeldung nicht mehr vor Ort einreichen. Man braucht damit auch keine\u00a0umsatzsteuerlichen Vertreter:innen mehr. Stattdessen werden alle Umsatzsteuererkl\u00e4rungen f\u00fcr die EU-L\u00e4nder geb\u00fcndelt im\u00a0One-Stop-Shop abgegeben.\u00a0Das hei\u00dft,\u00a0dass\u00a0man als deutsche:r H\u00e4ndler:in die Umsatzsteuermeldungen\u00a0aus unterschiedlichen\u00a0L\u00e4ndern\u00a0jetzt\u00a0zentral \u00fcber den OSS an\u00a0das\u00a0Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern\u00a0weiterleiten kann.\u00a0Dort werden die Steuern dann auch gezahlt und an die jeweiligen L\u00e4nder weitergeleitet.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist eine gro\u00dfe Erleichterung f\u00fcr alle H\u00e4ndler:innen, da sonst nach dem \u00dcberschreiten der Umsatzschwelle in\u00a0jedem Land, in das auch nur ein Produkt geliefert wurde, eine umsatzsteuerliche Registrierung stattfinden muss.\u00a0Nimmt man den OSS nicht in\u00a0Anspruch, gilt,\u00a0dass in jedem EU-Land, in dem Umsatz gemacht worden\u00a0ist,\u00a0eine\u00a0Umsatzsteuer-Identifikationsnummer\u00a0beantragt werden muss, die Steuern gemeldet sowie erkl\u00e4rt\u00a0werden m\u00fcssen und man eine:n umsatzsteuerliche:n Vertreter:in im jeweiligen Zielland ben\u00f6tigt.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Achtung:&nbsp;M\u00f6chte man den OSS zuk\u00fcnftig nutzen, sollte man&nbsp;sich&nbsp;unbedingt bis zum 30. Juni 2021 registrieren, da sonst im dritten Quartal 2021,&nbsp;sobald die Umsatzsteuerschwelle \u00fcberschritten wird oder sie sogar schon \u00fcberschritten ist,&nbsp;die Steuern bereits in&nbsp;jedem Land einzeln erkl\u00e4rt werden m\u00fcssen. Eine nachtr\u00e4gliche Registrierung beim OSS ist NICHT m\u00f6glich!<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie&nbsp;kann ich mich f\u00fcr den&nbsp;One-Stop-Shop&nbsp;registrieren?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Registrierung f\u00fcr den\u00a0One-Stop-Shop ist schon\u00a0seit\u00a0dem 01.04.2021\u00a0m\u00f6glich\u00a0und erfolgt \u00fcber das Onlineportal\u00a0MeinBOP.\u00a0Den Link zum Portal findest du\u00a0<a href=\"https:\/\/www.elster.de\/bportal\/start\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum ist der OSS vor allem f\u00fcr Amazon FBA Seller trotzdem komplex?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch wenn diese\u00a0Umsatzsteuerreform\u00a0zun\u00e4chst eine gro\u00dfe Erleichterung ist, ist sie\u00a0leider nicht wirklich kompatibel mit der Lagerlogistik im\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-dynamic-e-commerce-ads\/\">E-Commerce<\/a>. Das bedeutet\u00a0f\u00fcr alle H\u00e4ndler:innen, die\u00a0ihre Waren\u00a0nicht aus dem H\u00e4ndlerland, sondern aus dem EU-Ausland\u00a0verschicken, eine h\u00f6here Komplexit\u00e4t.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Sobald H\u00e4ndler:innen im Ausland einlagern, sind sie dort steuerpflichtig. Das bedeutet, nutzt man als Amazon H\u00e4ndler:in zum Beispiel das Amazon FBA Programm Mitteleuropa und lagert damit Waren in Polen und Tschechien ein, ist man dort sofort umsatzsteuerpflichtig und braucht eine polnische oder tschechische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, muss Steuern f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende B2C-Verk\u00e4ufe im jeweiligen Land melden und braucht eine:n steuerliche:n Vertreter:in vor Ort. F\u00fcr diese L\u00e4nder k\u00f6nnen die Steuermeldungen nicht \u00fcber den OSS abgewickelt werden.\u00a0Damit ist der\u00a0One-Stop-Shop ideal f\u00fcr alle, die nur in ihrem H\u00e4ndlerland einlagern. F\u00fcr alle anderen H\u00e4ndler:innen ist die Nutzung\u00a0des\u00a0OSS nur\u00a0teilweise m\u00f6glich.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die zuk\u00fcnftigen 2 Welten der Amazon H\u00e4ndler:innen\u00a0\u00a0<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr FBA H\u00e4ndler:innen, die im Ausland einlagern, bedeutet das zuk\u00fcnftig eine Verkn\u00fcpfung von zwei Welten. Denn grunds\u00e4tzlich ist die\u00a0<strong>Nutzung des\u00a0One-Stop-Shops<\/strong>\u00a0m\u00f6glich, allerdings\u00a0d\u00fcrfen nur bestimmte Ums\u00e4tze \u00fcber diesen gemeldet werden.\u00a0Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel alle innergemeinschaftlichen Fernverk\u00e4ufe, also auch Fernverk\u00e4ufe aus einem polnischen Lager an eine private Person in Spanien sowie alle in Deutschland steuerbaren Fernverk\u00e4ufe, wenn diese aus einem\u00a0Fulfillment-Center\u00a0aus dem\u00a0EU-Ausland kommen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einige Ums\u00e4tze ist eine lokale Registrierung notwendig, vor allem wenn der Versand aus dem EU-Ausland erfolgt. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel alle Lieferungen innerhalb des ausl\u00e4ndischen Staates, in dem auch gelagert wird. Das gilt sowohl f\u00fcr B2C als auch f\u00fcr\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/handler-hinweis-os\/\">B2B<\/a>\u00a0Kund:innen sowie f\u00fcr innergemeinschaftliche Verbringungen, Vorsteuerbetr\u00e4ge im EU-Ausland und Amazon Commingling Transaktionen, bei denen\u00a0Amazon identische Waren von H\u00e4ndler:innen tauscht bzw. die H\u00e4ndler:innen dazu bringt, sich identische Waren untereinander zu verkaufen, damit diese schneller ausgeliefert werden k\u00f6nnen.\u00a0Um deutlich zu machen, was im OSS gemeldet werden muss und was nicht im OSS gemeldet werden darf und somit lokal gemeldet werden muss, werden nachfolgend Beispiele angef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was&nbsp;muss&nbsp;ich im OSS melden und was darf ich nicht melden?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was muss ich im&nbsp;One-Stop-Shop&nbsp;melden?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>B2C-Lieferungen aus dem H\u00e4ndlerland in alle EU-L\u00e4nder,\u00a0ausgenommen\u00a0die Lieferungen ins H\u00e4ndlerland.<br>Beispiel:\u00a0Ein:e deutsche:r H\u00e4ndler:in liefert Waren nach Spanien und \u00fcberschreitet dabei die Umsatzschwelle. Damit ist er:sie in Spanien umsatzsteuerpflichtig und schuldet die Umsatzsteuer in Spanien. Dazu kann der OSS genutzt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>B2C-Lieferungen aus dem Lagerland in alle EU-L\u00e4nder,\u00a0ausgenommen\u00a0die Lieferungen ins Lagerland.<br>Beispiel: Ein:e H\u00e4ndler:in lagert Waren in Polen und liefert diese von dort nach Spanien und \u00fcberschreitet dabei die Umsatzschwelle. Damit ist er:sie in Spanien umsatzsteuerpflichtig und schuldet die Umsatzsteuer in Spanien. Dazu kann er:sie den OSS nutzen.<\/li>\n\n\n\n<li>Lieferungen an Unternehmer\u00a0im Sinne des \u00a7 1a Abs. 3 UStG ins\u00a0EU Ausland.<br>Hiermit sind Lieferungen an Kleinunternehmer:innen oder Unternehmer:innen ohne Vorsteuerabzug gemeint. Lieferungen an Kleinunternehmer:innen oder Unternehmer:innen ohne Vorsteuerabzug im europ\u00e4ischen Ausland sind immer steuerpflichtig. Deswegen muss der OSS genutzt werden.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was darf ich nicht im&nbsp;One-Stop-Shop&nbsp;melden?&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>B2C-Lieferungen aus dem H\u00e4ndlerland in das H\u00e4ndlerland.<br>Beispiel: Ein:e deutsche:r H\u00e4ndler:in lagert Waren in Deutschland und liefert diese nach Deutschland, dabei ist die Umsatzschwelle nicht relevant. Damit ist er:sie in Deutschland umsatzsteuerpflichtig. Dazu kann er:sie den OSS NICHT nutzen.<\/li>\n\n\n\n<li>B2C-Lieferungen aus einem EU-Lagerland in das EU-Lagerland.<br>Beispiel: Ein:e deutsche:r H\u00e4ndler:in lagert Waren in Polen und liefert diese auch in Polen aus, dabei ist die Umsatzschwelle nicht relevant. Damit ist er:sie in Polen umsatzsteuerpflichtig. Dazu kann der OSS NICHT genutzt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Innergemeinschaftliche Lieferungen B2B.<br>Beispiel: Ein deutsches Unternehmen liefert Waren an ein franz\u00f6sisches Unternehmen. Dabei ist die Umsatzschwelle nicht relevant, da f\u00fcr B2B-Verk\u00e4ufe innerhalb der EU keine Umsatzsteuer gezahlt werden muss (es gilt das Reverse-Charge-Verfahren). Deswegen kann der OSS nicht genutzt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Lieferung in ein Drittland.<br>Beispiel: Ein:e europ\u00e4ische:r H\u00e4ndler:in liefert Waren nach Asien. Dabei ist die Umsatzschwelle der EU nicht relevant. Deswegen kann der OSS nicht genutzt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Lieferungen mit Differenzbesteuerungen. <br>Die Differenzbesteuerung gilt f\u00fcr Wiederverk\u00e4ufer:innen. Dabei wird die\u00a0Umsatzsteuer nur aus der Differenz zwischen Ein- und Verkaufspreis ermittelt. Machen Wiederverk\u00e4ufer:innen die Differenzbesteuerung geltend, darf der OSS nicht verwendet werden<\/li>\n\n\n\n<li>Lieferungen\u00a0<strong>als<\/strong>\u00a0Kleinunternehmer:in.<br>Sobald ein:e Unternehmer:in als Kleinunternehmer:in gilt, darf der OSS nicht verwendet werden.\u00a0Dies ist darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die Erl\u00f6se von Kleinunternehmer:innen nicht steuerbar sind, da sie keine Umsatzsteuer ausweisen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was muss ich&nbsp;beim OSS beachten?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, sollte m\u00f6glichst schnell die\u00a0<strong>Anmeldung im\u00a0One-Stop-Shop<\/strong>\u00a0erfolgen. Wenn die Anmeldung bis zum 30.06.2021\u00a0nicht\u00a0erfolgt ist und die Umsatzschwelle \u00fcberschritten wird, m\u00fcssen die Steuern in jedem Zielland einzeln erkl\u00e4rt werden.\u00a0Au\u00dferdem gilt weiterhin die Umsatzsteuerpflicht, das bedeutet, dass man nach wie vor die Steuern abf\u00fchren muss, auch wenn die Zahlungen nun zentral \u00fcber den OSS erfolgen.\u00a0Zudem ist zu\u00a0beachten, dass die Umsatzsteuern nicht mehr monatlich gemeldet werden m\u00fcssen, sondern die\u00a0<strong>Meldungen im OSS quartalsweise<\/strong>\u00a0erfolgen. Genauer gesagt,\u00a0erfolgt die Meldung und die Zahlung der Umsatzsteuern bis zum Monatsletzten im Folgemonat des Quartals. Das\u00a0hei\u00dft die Umsatzsteuern aus dem dritten\u00a0Quartal,\u00a0also dem\u00a0Zeitraum vom 01.07.2021-30.09.2021,\u00a0m\u00fcssen bis zum 31.10.2021 gemeldet und gezahlt werden.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Da es 26 m\u00f6gliche Bestimmungsl\u00e4nder gibt, die zum Teil unterschiedliche W\u00e4hrungen und Steuers\u00e4tze haben, m\u00fcssen auch diese&nbsp;Unterschiede&nbsp;ber\u00fccksichtigt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die unterschiedlichen W\u00e4hrungen werden erst bei der Zahlung der Umsatzsteuer relevant.&nbsp;Hier ist der Wechselkurs zu beachten, damit die Umsatzsteuer korrekt bezahlt wird.&nbsp;Ist zum Beispiel eine Umsatzsteuer in Polen zu bezahlen, m\u00fcssen die polnischen Z\u0142oty in Euro umgerechnet werden.&nbsp;&nbsp;Dabei z\u00e4hlt der Wechselkurs der EZB vom letzten Tag des Quartals. Das bedeutet&nbsp;beispielsweise&nbsp;f\u00fcr das dritte&nbsp;Quartal den 30.09.2021. Die Umsatzsteuer&nbsp;wird dann sp\u00e4testens am 31.10 in Euro im OSS gezahlt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die\u00a0<strong>unterschiedlichen Steuers\u00e4tze<\/strong>\u00a0werden schon bei der Rechnungsstellung relevant und m\u00fcssen unbedingt ber\u00fccksichtigt werden, da sie korrekt an das jeweilige Land zu zahlen sind, sobald die Umsatzschwelle \u00fcberschritten wird.\u00a0W\u00e4hrend der normale Umsatzsteuersatz in Deutschland bei 19\u00a0% liegt, liegt dieser\u00a0in den\u00a0Niederlanden\u00a0beispielsweise bei 21\u00a0%. Dar\u00fcber hinaus sind auch die erm\u00e4\u00dfigten Steuers\u00e4tze zu ber\u00fccksichtigen,\u00a0die je nach Produkt\u00a0variieren. Deswegen sollte unbedingt gepr\u00fcft werden, welcher Steuersatz f\u00fcr welches Produkt in welchem Land anf\u00e4llt\u00a0und dies sollte auch in der Rechnungsstellung beachtet werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie gehe ich bei der Anmeldung zum&nbsp;One-Stop-Shop vor?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Achtung: Bei steuerlichen Themen ist es immer ratsam, einen Steuerberater hinzuziehen. Dieser Artikel\u00a0ersetzt die steuerliche Beratung nicht und bietet keine Schritt-f\u00fcr-Schritt Anleitung, sondern gibt nur einen \u00dcberblick \u00fcber die bevorstehende\u00a0Umsatzsteuerreform.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Zun\u00e4chst sollte festgestellt werden, ob die Umsatzschwelle in\u00a02020 und\u00a02021 \u00fcberschritten wurde. Daf\u00fcr sollte eine Analyse aller europ\u00e4ischen Lieferungen vorgenommen werden, um festzustellen, ob die Umsatzschwelle\u00a0relevant ist.\u00a0Hierbei sind nicht nur die Amazon-Ums\u00e4tze zu ber\u00fccksichtigen, sondern\u00a0alle\u00a0Ums\u00e4tze des Unternehmens.<\/li>\n\n\n\n<li>Ist die Umsatzschwelle relevant, sollte man sich unbedingt bis zum 30.06.2021 im OSS des jeweiligen H\u00e4ndlerlandes registrieren. Das ist in Deutschland m\u00f6glich \u00fcber das Portal MeinBOP beim Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern.<\/li>\n\n\n\n<li>Um sich zu registrieren, braucht man zwingend eine Umsatzsteuer-ID, sollte diese noch nicht vorhanden sein, muss diese umgehend beantragt werden, da die Steuernummer nicht ausreichend ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Zudem sollte im H\u00e4ndlerkonto proaktiv der OSS aktiviert werden, um sicherzustellen, dass\u00a0die Rechnungen mit den richtigen\u00a0Umsatzsteuers\u00e4tzen versandt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Stellen Sie au\u00dferdem sicher, dass Ihr Firmenname mit dem in ihren EU-Umsatzsteuerregistrierungen eingetragenen Firmennamen \u00fcbereinstimmt.<\/li>\n\n\n\n<li>Sollten externe Rechnungssysteme genutzt werden, sollte auch hier gepr\u00fcft werden, dass diese mit dem OSS kompatibel sind und die Rechnungen mit den richtigen Steuers\u00e4tzen versandt werden.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung&nbsp;der&nbsp;Umsatzsteuerreform&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der Einf\u00fchrung der\u00a0<strong>Umsatzschwelle und dem OSS-Verfahren<\/strong>\u00a0schauen wir auf\u00a0eine der gr\u00f6\u00dften Umsatzsteuerreformen der letzten Jahrzehnte. Die bisher bekannten nationalen Lieferschwellen werden abgeschafft und\u00a0stattdessen wird eine Umsatzschwelle f\u00fcr innergemeinschaftliche Fernverk\u00e4ufe eingef\u00fchrt, die EU-weit geltend ist. Damit werden alle H\u00e4ndler:innen, die die\u00a0<strong>Umsatzschwelle von 10.000\u00a0\u20ac<\/strong>\u00a0innerhalb eines Jahres \u00fcberschreiten, in jedem Land, in das auch nur ein Produkt geliefert wurde, steuerpflichtig. Um diesen Prozess zu vereinfachen, wird der One-Stop-Shop eingef\u00fchrt. Der One-Stop-Shop kann die Registrierungen in allen EU-L\u00e4ndern, in die steuerpflichtige Lieferungen erfolgen, ersetzen. Die Anmeldung beim OSS erm\u00f6glicht eine zentrale und geb\u00fcndelte Meldung aller Umsatzsteuermeldungen aus den EU-L\u00e4ndern beim Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern.\u00a0\u00a0Besonders f\u00fcr FBA-H\u00e4ndler:innen (das betrifft <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/25-amazon-tools\/\">Seller<\/a> und Vendoren auf dem Amazon\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/frequently-returned-item\/\">Marketplace<\/a>\u00a0gleicherma\u00dfen), die auch im Ausland einlagern, bedeutet das nicht nur eine Vereinfachung, sondern auch eine zunehmende Komplexit\u00e4t, bei der von Lieferung zu Lieferung gepr\u00fcft werden muss, ob die\u00a0<strong>Ums\u00e4tze im OSS<\/strong>\u00a0oder lokal gemeldet werden m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab dem 01. Juli 2021 tritt die gr\u00f6\u00dfte\u00a0Umsatzsteuerreform\u00a0im\u00a0Onlinehandel\u00a0seit Jahren und sogar Jahrzehnten in Kraft. Diese Reform betrifft (fast) alle Onlineh\u00e4ndler:innen, die ins europ\u00e4ische Ausland verkaufen oder im europ\u00e4ischen Ausland lagern.\u00a0Zum 01. Juli 2021 wird die\u00a0Lieferschwelle und damit die Steuerpflicht im Zielland\u00a0ge\u00e4ndert und damit wird fast jeder europaweit steuerpflichtig.\u00a0Um diese Entwicklung zu\u00a0erleichtern,\u00a0wird der\u00a0One-Stop-Shop\u00a0(kurz\u00a0OSS) eingef\u00fchrt.\u00a0Was genau es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jf_save_progress":"","footnotes":""},"categories":[51],"tags":[],"class_list":["post-3601","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3601","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3601"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3601\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4811,"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3601\/revisions\/4811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3601"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3601"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3601"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}