{"id":3523,"date":"2020-07-24T13:26:00","date_gmt":"2020-07-24T11:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ameo-agentur.de\/?p=3523"},"modified":"2025-03-12T12:37:49","modified_gmt":"2025-03-12T11:37:49","slug":"third-party-data","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/third-party-data\/","title":{"rendered":"Was ist Third Party Data?"},"content":{"rendered":"\n<p>Zu Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung werden mehr Daten denn je erfasst und es gibt zahlreiche Datentypen mit diversen Bedeutungen, die alle differenziert betrachtet werden m\u00fcssen. Es wird&nbsp;<strong>zwischen First Party, Second Party und&nbsp;Third Party Data<\/strong>&nbsp;unterschieden. Sie geben aus Unternehmenssicht dar\u00fcber&nbsp;Auskunft, wo die Daten herkommen und wer sie erhoben hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">First Party Data<\/h3>\n\n\n\n<p>First Party Data sind alle Daten, die das Unternehmen selbst erhebt. Beispielsweise beim E-Mail-Marketing erfassen Unternehmen E-Mail-Adressen, Namen und auch Geschlecht der Nutzer:innen. Auf diese Datensets haben Firmen jederzeit Zugriff und k\u00f6nnen die Daten im Rahmen der von Nutzer:innen zugestimmten Datennutzungserkl\u00e4rung verwenden. Datengenerierung geschieht bei First Party Data haupts\u00e4chlich mit \u00fcber 70 % \u00fcber die eigene Website. Mit First Party Data ist die direkte Kontrolle \u00fcber die Daten und die Unabh\u00e4ngigkeit von Dritten gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Second Party Data<\/h3>\n\n\n\n<p>Second Party Data wird verwendet, um die eigenen Daten zu erweitern. Die Firma greift hierbei auf Daten zur\u00fcck, die nicht selbst erhoben wurden, z. B. Daten von anderen Unternehmen oder Organisationen wie Marktforschern. Second Party Data kauft man sich entweder einmalig oder man geht eine dauerhafte Partnerschaft ein, bei der Daten ausgetauscht werden. Die kaufende Partei wird hierbei als &#8222;Second Party&#8220; bezeichnet. Es muss besonders vorsichtig mit den Daten umgegangen werden, da immer eine Abh\u00e4ngigkeit vom Anbieter dieser Daten besteht. Es geht um Aspekte wie Korrektheit, G\u00fcltigkeit der entsprechenden AGBs und Rechtssicherheit der Nutzung. Insbesondere personenbezogene Daten wie Adressdaten im E-Mail-Marketing sind kritisch zu betrachten, da im Zweifelsfall die Haftung nicht beim Anbieter, sondern bei den Nutzer:innen der Daten liegt. Meistens liegen keine ausreichenden Zustimmungen vor, um die Daten nutzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Third Party Data<\/h3>\n\n\n\n<p>Third Party Data sind Daten, die Werbetreibende von Dritten als Marketingfilter erwerben k\u00f6nnen. Hierzu z\u00e4hlen Informationen zum generellen Surfverhalten im Internet, Suchmaschinenanfragen, Social Media und E-Mail-Marketing, Marktforschung oder auch Daten aus CRM-Systemen dieser Drittparteien. Third Party Data ist dann hilfreich, wenn man ganz spezielle Datens\u00e4tze oder eine gro\u00dfe Menge an bestimmten Daten ben\u00f6tigt. Diese Datenform kann von externen Quellen gekauft werden, die die Daten ebenfalls erworben oder sie selbst erhoben haben. Das Gesch\u00e4ftsmodell der externen Dienstleister:innen besteht darin, Daten aus verschiedenen Quellen zu sammeln, zu aggregieren und sie dann wieder zu verkaufen. Grunds\u00e4tzlich gilt bei der Erhebung personenbezogener Daten, dass die Nutzer:innen dar\u00fcber informiert werden m\u00fcssen, was mit ihren Daten geschieht. Au\u00dferdem m\u00fcssen sie explizit einwilligen, damit ihre Daten \u00fcberhaupt erhoben werden d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vorteile von Third Party Data<\/h4>\n\n\n\n<p>Third Party Data \u00fcberzeugen mit ihrer schnellen Verf\u00fcgbarkeit und dem gro\u00dfen Umfang an verf\u00fcgbaren Daten. Drittdaten eignen sich f\u00fcr Advertiser, die nicht \u00fcber alle Vertriebswege verf\u00fcgen oder solche, die neue Nutzergruppen f\u00fcr sich erschlie\u00dfen wollen. Optimal lassen sich Third Party Data f\u00fcr Neukund:innengewinnung sowie f\u00fcr das Cross- oder Upselling an Kunden von Partner:innen &#8211; oder Komplement\u00e4rprodukten anwenden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nachteile von Third Party Data<\/h4>\n\n\n\n<p>Third Party Data sind relativ teuer. Zudem ist die Nutzung dieser Daten im Hinblick auf Datenschutz und Qualit\u00e4t oft fraglich und risikoreich. Deshalb sollte man sich vorher unbedingt genau \u00fcber die Nutzungsrechte informieren. Man sollte auch beachten, dass die Zahl der angebotenen Profile in der Regel immer geringer als optimal ist, gerade wenn die Zielgruppe besonders spitz und die Datenqualit\u00e4t gleichzeitig hoch sein soll. Bei der Nutzung externer Daten erreicht man n\u00e4mlich niemals alle \u00fcbernommenen Cookies, sodass man diverse Datens\u00e4tze kauft, ohne sie nutzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wof\u00fcr wird Third Party Data eingesetzt?<\/h3>\n\n\n\n<p>Data-Management-Anbieter aggregieren Daten von diversen Quellen und segmentieren die Zielgruppen, z. B. nach demografischen Daten oder Interessen. Auch im Social-Media-Advertising stehen Drittdaten aus den unterschiedlichen sozialen Netzwerken bereit. Hierbei geht es um demografische Daten, Interessen und soziale Rollen wie Eltern oder F\u00fchrungskr\u00e4fte.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann Third Party Data hervorragend f\u00fcr die Auswahl von Profildaten von Kund:innen mit einem vermeintlichen Kaufinteresse verwenden. Beim Kauf dieser Daten sollte ganz besonders auf Herkunft und Qualit\u00e4t der Daten geachtet werden. Allerdings werden diese Daten auf Datenmarktpl\u00e4tzen sehr selten offengelegt. Auch hochwertige Datenquellen f\u00fcr Userprofildaten mit spezifischen Kaufinteressen wie Online-Shops machen ihre Daten selten Datenmarktpl\u00e4tzen verf\u00fcgbar. Denn Daten, die f\u00fcr Advertiser ein Targeting auf aktuelle Kaufinteressen erm\u00f6glichen, werden \u00fcber spezialisierte Dienstleister:innen oder von gro\u00dfen Online-H\u00e4ndlern selbst vermarktet. Vermarkter:innen f\u00fcr diese Userprofildaten lassen die Werbetreibenden die Profildaten-Provider selbst w\u00e4hlen und legen damit die Datenquelle offen.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem eignen sich die Daten zusammen mit First Party Data eines Werbetreibenden f\u00fcr Lookalike Audiences im Bereich Programmatic <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-autosuggest\/\">Advertising<\/a>. Lookalike Audiences basieren auf einem Algorithmus, der Mitgliedergruppen sozialer Netzwerke zusammenstellt, die sich in einer Weise \u00e4hneln. Selbst SEA-Kampagnen (<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/aap-amazon\/\">PPC<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/adspend\/\">Performance Marketing<\/a>) basieren auf hochwertigen Drittdaten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung werden mehr Daten denn je erfasst und es gibt zahlreiche Datentypen mit diversen Bedeutungen, die alle differenziert betrachtet werden m\u00fcssen. Es wird&nbsp;zwischen First Party, Second Party und&nbsp;Third Party Data&nbsp;unterschieden. Sie geben aus Unternehmenssicht dar\u00fcber&nbsp;Auskunft, wo die Daten herkommen und wer sie erhoben hat. 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