{"id":3037,"date":"2023-07-04T14:05:00","date_gmt":"2023-07-04T12:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ameo-agentur.de\/?p=3037"},"modified":"2025-03-11T14:05:29","modified_gmt":"2025-03-11T13:05:29","slug":"acos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/acos\/","title":{"rendered":"Was ist der ACoS und wie kann ich ihn steuern?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Abk\u00fcrzung\u00a0<strong>ACoS<\/strong>\u00a0steht f\u00fcr \u201e<strong><a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-autosuggest\/\">Advertising<\/a> Cost of Sale<\/strong>\u201c und ist eine wichtige Kennzahl zur Steuerung von <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/sell-side-platform-supply-side-platform-ssp\/\">Amazon<\/a>\u00a0<strong>Pay-per-Click<\/strong>\u00a0Anzeigen (<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/aap-amazon\/\">PPC<\/a>). Sie misst die Performance einer PPC-Kampagne auf Basis der Umsatzkosten. Genauer gesagt vergleicht diese Kennzahl die Ausgaben f\u00fcr PPC-Anzeigen mit dem damit erzielten Umsatz. Damit ist der ACoS ein wichtiger\u00a0KPI\u00a0(Key Performance Indicator) in der <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-ads-vs-google-ads\/\">Amazon Ads<\/a> Console und sollte (neben den anderen in den folgenden Abschnitten genannten Kennzahlen) bei der Bewertung von Kampagnen ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berechnet wird der ACoS in Prozent. Die Formel daf\u00fcr lautet:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ACoS = (Werbekosten\/Umsatz) * 100<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu ein Rechenbeispiel: Amazon-H\u00e4ndler:innen schalten f\u00fcr ihre Artikel\u00a0Sponsored Products. Die PPC-Kosten betragen 1.000 Euro bei einem erzielten Umsatz von 10.000 Euro. Der ACoS betr\u00e4gt in diesem Fall 10 %.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Profitabilit\u00e4t durch Steuerung des ACoS<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachtet man das obige Beispiel, so kann man davon ausgehen, dass ein m\u00f6glichst geringer ACoS w\u00fcnschenswert ist. Allerdings muss man an dieser Stelle auch ber\u00fccksichtigen, welche Ziele man mit den geschalteten Kampagnen erreichen m\u00f6chte. Je nachdem, ob man den Umsatz maximieren, die Impressions steigern oder den Gewinn erh\u00f6hen m\u00f6chte, muss der ACoS-Wert differenziert betrachtet werden. Das langfristige Ziel sollte jedoch immer sein, dass die Werbekosten den Gewinn nicht \u00fcbersteigen, da man sonst in die Verlustzone ger\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch wie kann dies verhindert werden und wie hoch sollte der ACoS-Wert maximal sein, um in der Gewinnzone zu bleiben bzw. in diese zu gelangen? Dazu ist es sinnvoll, sich den Break Even ACoS anzuschauen. Dieser Wert beschreibt den maximalen Prozentsatz, den der ACoS einnehmen darf. Um den Break Even ACoS zu berechnen, sollte man sich zun\u00e4chst den Gewinn anschauen, der Amazon-H\u00e4ndler:innen nach Abzug aller Kosten bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu ein Beispiel: Ein:e Verk\u00e4ufer:in bietet ein Produkt auf Amazon zu einem Preis von 100 Euro an. Um den Break Even ACoS berechnen zu k\u00f6nnen, muss zun\u00e4chst der Gewinn berechnet werden, der erzielt wird, wenn alle vom Umsatz anfallenden Kosten wie z. B. Herstellungskosten, Steuern, Transportkosten, Gemeinkosten abgezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Kostenstruktur<\/td><td>Absolut<\/td><td>Relativ<\/td><\/tr><tr><td>Verkaufspreis<br>Umsatzsteuer<br>Herstellungskosten<br>Transportkosten<br>Gemeinkosten<\/td><td>100 Euro<br>19,00 Euro<br>42,00 Euro<br>8,00 Euro<br>11,00 Euro<\/td><td>100,0 %<br>-19 %<br>-42 %<br>-8 %<br>-11 %<\/td><\/tr><tr><td><strong>Gewinn<\/strong><\/td><td><strong>20,00 Euro<\/strong><\/td><td><strong>20 % = Break Even ACoS<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hat man mit Hilfe der Kostenstruktur den Gewinn (vor Werbekosten) ermittelt, kann man daraus den Break Even f\u00fcr den ACoS ableiten. In diesem Beispiel liegt die Gewinnschwelle bei einem maximalen ACoS von 20 %. Dieser Wert ist also ein kostendeckender ACoS. Sobald der Wert \u00fcber 20 % liegt, ist die Kampagne defizit\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welchen Einfluss hat der Klickpreis auf den ACoS?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie bereits im ersten Abschnitt erw\u00e4hnt, ist der ACoS ein Wert, der zur Messung von Amazon PPC (Pay per Click) Werbekampagnen verwendet wird. Pay per Click bedeutet, dass H\u00e4ndler:innen f\u00fcr ihre Werbung bezahlen, sobald diese auf der Suchergebnisseite geschaltet und von Amazon-Nutzer:innen auch angeklickt wird. Dabei ist es unerheblich, ob die Kund:innen das Produkt letztendlich kaufen. Die Kosten entstehen bereits durch das Anklicken der jeweiligen Anzeige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesem Grund sollte auch das maximale Gebot pro Klick festgelegt werden. Doch wie hoch darf das Gebot pro Klick sein? Nat\u00fcrlich m\u00f6chte man m\u00f6glichst viele Klicks generieren. Dies ist jedoch h\u00e4ufig (vor allem bei stark umk\u00e4mpften Kategorien) mit relativ hohen Klickpreisen verbunden, was wiederum den ACoS in die H\u00f6he treibt. Die folgende Berechnung hat sich in vielen F\u00e4llen als besonders praktikabel erwiesen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maximales Gebot pro Klick = Conversionrate x Verkaufspreis x ACoS Ziel<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr unser oben genanntes Beispiel gehen wir von einer fiktiven&nbsp;<strong>Conversionrate<\/strong>&nbsp;von 15 % aus:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">15 % x 100 Euro x 20 % = 3,00 Euro<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Fall l\u00e4ge das H\u00f6chstgebot bei 3,00 Euro. Theoretisch w\u00fcrden in diesem Fall durchschnittlich 20 Euro Werbekosten pro Verkauf anfallen und der ACoS w\u00e4re genau auf Break-Even-Niveau.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Besonderheit beim ACoS f\u00fcr Vendoren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vendoren m\u00fcssen bei der Verwaltung ihres ACoS besondere Vorsicht walten lassen. Die folgenden zwei Punkte zeigen die Besonderheiten auf, die Vendoren beachten m\u00fcssen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Schaltung von\u00a0Sponsored Brands<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Sponsored Brands z\u00e4hlt der ACoS nicht nur die Verk\u00e4ufe des Vendors \u00fcber Amazon als Umsatz, sondern den Kauf jedes Artikels der gleichen Marke \u2013 unabh\u00e4ngig von den Verk\u00e4ufer:innen. Es kann also sein, dass die Sponsored Brand Anzeige nach ACoS scheinbar gut performt, der Umsatz aber nicht durch den\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-1-click-shopping\/\">Vendor<\/a>\u00a0(Verkauf und Versand durch Amazon), sondern durch einen anderen\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/25-amazon-tools\/\">Seller<\/a>\u00a0generiert wird, der das beworbene Produkt ebenfalls verkauft.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Andere Zusammensetzung der Geb\u00fchren<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gewinn und Umsatz von Vendoren basieren auf einer anderen Grundlage als in der oben dargestellten ACoS-Berechnung. Da Vendoren die Ware nicht selbst an die Endkund:innen versenden, sondern an Amazon, wird der Gewinn nicht nach dem obigen Schema berechnet. Stattdessen ist in diesem Fall die Marge beim Verkauf der Ware an Amazon relevant. Dar\u00fcber hinaus ist zu beachten, dass der ACoS auf dem Umsatz mit den Endverbraucher:innen basiert und nicht auf dem Umsatz, den der Vendor mit dem Verkauf der Ware an Amazon erzielt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterschied ACoS und ROAS<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um einen guten \u00dcberblick \u00fcber die geschalteten Werbekampagnen zu erhalten, sollten Amazon-H\u00e4ndler:innen neben dem ACoS auch den\u00a0ROAS\u00a0betrachten. Der\u00a0<strong>ROAS (Return of Ad Spend<\/strong>) beschreibt die Rentabilit\u00e4t der Werbekosten. Beide Werte geben im Wesentlichen an, wie rentabel (bzw. teuer) die geschalteten Werbekampagnen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der ACoS die Werbekosten im Verh\u00e4ltnis zum Umsatz misst, berechnet der ROAS das Verh\u00e4ltnis von Umsatz zu Werbekosten. Der ROAS wird wie folgt berechnet:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ROAS = Umsatz\/Werbekosten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Angabe des ROAS in Prozent ist zwar grunds\u00e4tzlich nicht falsch, aber im Online-Marketing und&nbsp;E-Commerce&nbsp;eher un\u00fcblich. Daher wird der ROAS in der Regel als absoluter Wert berechnet. Mit den Werten aus der oben genannten ACoS-Berechnung erg\u00e4be sich folgender ROAS:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">10.000 \/ 1.000 = 10<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist ein guter ACoS?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Egal ob Seller oder Vendor, in der Praxis schauen viele Amazon-H\u00e4ndler:innen auf den ACoS und stellen sich die Frage: Was ist ein guter ACoS? Leider l\u00e4sst sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Ob ein ACoS gut oder schlecht ist, h\u00e4ngt im Wesentlichen von folgenden <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-a9\/\">Faktoren<\/a> bzw. Fragen ab:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welches prim\u00e4re Ziel soll mit den geschalteten PPC-Kampagnen verfolgt werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie hoch ist die Marge bzw. der&nbsp;Deckungsbeitrag&nbsp;der Produkte?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie umk\u00e4mpft ist die Nische bzw. wie stark ist die Konkurrenz?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist zu beachten, dass Werbekampagnen auf Amazon immer einen ganzheitlichen Effekt haben. Der Amazon\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/frequently-returned-item\/\">Marketplace<\/a>\u00a0funktioniert wie ein ineinandergreifendes \u00d6kosystem, da Traffic und Sales aus PPC-Kampagnen oft auch direkt mit der organischen Sichtbarkeit zusammenh\u00e4ngen. Eine wichtige Kennzahl, die in diesem Zusammenhang betrachtet werden sollte, ist der TACoS (Total Advertising Cost of Sale). Dieser gibt das Verh\u00e4ltnis der Werbeausgaben zum Gesamtumsatz an. Auf den TACoS wird im folgenden Abschnitt n\u00e4her eingegangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Ziel einer Werbekampagne muss ber\u00fccksichtigt werden. Steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund, sind die Kosten anders zu bewerten als bei einer Steigerung der Markenbekanntheit. Auch in hart umk\u00e4mpften Nischen und Kategorien mit einer hohen Anzahl an (starken) Wettbewerber:innen sind die Werbekosten deutlich anders zu bewerten. Hier ben\u00f6tigen H\u00e4ndler:innen auf Amazon h\u00e4ufig nicht nur ein h\u00f6heres Werbebudget, sondern auch ausreichend Zeit und Geduld, um sich im Wettbewerb zu positionieren. Ein \u201eguter ACoS\u201c kann in diesem Fall deutlich h\u00f6her ausfallen als in wettbewerbs\u00e4rmeren Nischen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letztlich h\u00e4ngt ein guter oder schlechter ACoS aber immer auch von der Marge bzw. dem Deckungsbeitrag des Produktes oder Portfolios ab. Bei einer hohen Marge pro Verkauf kann auch ein ACoS von 50 % noch als \u201egut\u201c bezeichnet werden. Ist die Marge eher gering, kann bereits ein ACoS von 5 % als \u201eschlecht\u201c eingestuft werden. Es kommt also immer sehr auf das Produkt selbst und die dahinterstehende Kostenstruktur an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Den ACoS niemals isoliert betrachten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie bereits erw\u00e4hnt, ist Amazon ein \u00d6kosystem. Hier greifen viele Faktoren ineinander. Aus diesem Grund sollten PPC-Kampagnen immer als eine Art Investition betrachtet werden. Je mehr Traffic und Sales durch die Schaltung von Werbekampagnen generiert werden, desto besser werden die Produkte h\u00e4ufig auch in der\u00a0<strong>SERP<\/strong>\u00a0(<strong>Search Engine Result Page<\/strong>), also der Suchergebnisseite, gelistet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt, dass eine isolierte Betrachtung des ACoS h\u00e4ufig au\u00dfer Acht l\u00e4sst, wie profitabel sich ein Produkt insgesamt auf Amazon verkauft. Wer nur die Werbeebene bewertet, l\u00e4sst alle anderen Verk\u00e4ufe v\u00f6llig au\u00dfer Acht und das w\u00e4re definitiv der falsche Ansatz. Reduzieren Amazon-H\u00e4ndler:innen z. B. das Werbebudget, so geht dies in der Regel auch mit einem R\u00fcckgang des ACoS einher. Aber nicht nur das, auch Absatz und Umsatz gehen in einem solchen Fall h\u00e4ufig zur\u00fcck. Dar\u00fcber hinaus kann es auch zu einem R\u00fcckgang des gesamten Absatzes (auch au\u00dferhalb von Werbekampagnen) und damit zu einer Verringerung des Gewinns kommen. Das Fatale: Der Effekt von reduzierten Werbekampagnen kann sich oft erst Wochen oder gar Monate sp\u00e4ter bemerkbar machen. Um die Auswirkungen von ACoS auf den Ertrag sichtbar zu machen, sollten daher immer alle Verk\u00e4ufe einer Periode betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterschied ACoS und TACoS<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der&nbsp;<strong>TACoS<\/strong>&nbsp;(<strong>Total Advertising Cost of Sale<\/strong>) gibt das Verh\u00e4ltnis der Werbeausgaben zum Gesamtumsatz an. W\u00e4hrend der ACoS \u201enur\u201c die Ums\u00e4tze betrachtet, die durch PPC-Kampagnen generiert werden, ber\u00fccksichtigt der TACoS den Gesamtumsatz. Genauer gesagt flie\u00dfen hier sowohl die Ums\u00e4tze aus Werbekampagnen als auch die organischen Ums\u00e4tze in die Berechnung mit ein. Der TACoS berechnet sich wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">TACoS = (Werbekosten\/Gesamtumsatz) * 100<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um diese Berechnung zu verdeutlichen, greifen wir auf das Beispiel zur Berechnung des ACoS aus dem ersten Abschnitt zur\u00fcck. Hier hat ein:e H\u00e4ndler:in auf Amazon mit der Schaltung von Sponsored Brands und PPC-Kosten von 1.000 Euro einen Umsatz von 10.000 Euro erzielt. F\u00fcr die Berechnung des TACoS nehmen wir an, dass diese:r H\u00e4ndler:in einen weiteren Umsatz von 6.000 Euro <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/a10-amazon-algorithmus\/\">organisch<\/a> generiert hat. In diesem Fall w\u00fcrde der Total ACoS 6,25 % betragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ACoS oder\u00a0CPO: Welche Performance-Kennzahl ist besser?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben dem ACoS sollten Amazon-H\u00e4ndler:innen auch auf den CPO (Cost per Order) achten. Dieser Performance-Wert betrachtet die Werbekosten im Verh\u00e4ltnis zu allen Bestellungen in einem bestimmten Zeitraum. Der CPO l\u00e4sst sich schnell und einfach berechnen. Man teilt das Werbebudget eines bestimmten Zeitraums durch die gesamten Verk\u00e4ufe in diesem Zeitraum. Wichtig: Es werden nicht nur die durch Werbung generierten Verk\u00e4ufe betrachtet, sondern das gesamte Verkaufsvolumen, also auch die organisch generierten Verk\u00e4ufe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">CPO = Werbeausgaben \/ Anzahl der gesamten Bestellungen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zum ACoS ist hier zu beachten, dass der CPO nicht direkt in der Amazon Ads Console eingesehen werden kann. Der Wert muss daher selbst errechnet werden. Im Vergleich zum ACoS, der in Prozent angegeben wird, handelt es sich beim CPO um eine absolute Zahl.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beispiel: ACoS und CPO berechnen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das folgende Rechenbeispiel zeigt die unterschiedlichen Betrachtungsweisen der beiden Performance-Kennzahlen ACoS und CPO. Wir gehen von einem:r Amazon-H\u00e4ndler:in aus, der:die ein Produkt zu einem Brutto-Verkaufspreis von 72,50 Euro verkauft. In zwei aufeinander folgenden Monaten werden hier\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/adspend\/\">Adspend<\/a>\u00a0(Werbekosten), ACoS-Umsatz und CPO verglichen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitraum: Januar<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Adspend: 1.800 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Absatz (durch Ads): 90 St\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umsatz (durch Ads): 6.525 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ACoS: 27,6 %<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Absatz (insg.): 210 St\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umsatz (insg.): 15.225 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>CPO: 8,57 \u20ac<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Fall betr\u00e4gt der ACoS 27,6% und der CPO 8,57 Euro. Wir nehmen an, dass uns der ACoS zu hoch ist und wir ihn durch eine Reduzierung des Werbebudgets (Adspend) verbessern wollen. Die Berechnung wird wie folgt angepasst:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitraum: Februar<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Adspend: 900 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Absatz (durch Ads): 60 St\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umsatz (durch Ads): 4.350 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ACoS: 20,7 %<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Absatz (insg.): 100 St\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umsatz (insg.): 7.250 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>CPO: 9,00 \u20ac<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar sinkt der ACoS nun um knapp 7 Prozent, allerdings reduziert sich auch der Gesamtumsatz des Monats. Au\u00dferdem steigt der CPO um 0,43 Euro. Betrachtet man das Ganze auf Deckungsbeitragsebene, so zeigt sich, dass eine reine Betrachtung des ACoS nicht das ganze Ausma\u00df der K\u00fcrzung des Werbebudgets widerspiegelt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitraum: Januar<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Adspend: 1.800 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Absatz (insg.): 210 St\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umsatz (insg.): 15.225 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ACoS: 27,6 %<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">CPO: 8,57 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DB1: 41,00 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DB2: 49,57 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ertrag je Produkt: 22,93 \u20ac<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ertrag gesamt: 4.815,30 \u20ac<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Deckungsbeitrag 1 (DB1) enth\u00e4lt alle fixen Kosten, die direkt mit dem Verkauf des Produktes zusammenh\u00e4ngen. Dies sind u. a. Einkaufskosten, Verpackung, Fracht, Steuern, Amazon-Verkaufsgeb\u00fchren,\u00a0FBA-Kosten. Beim DB2 wird der CPO in die Berechnung einbezogen. Das bedeutet, dass auch die Werbekosten ber\u00fccksichtigt werden. Schaut man sich das Ganze f\u00fcr den Folgemonat Februar an, so erkennt man, dass nicht nur der ACoS, sondern auch der Umsatz deutlich sinkt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitraum: Februar<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Adspend: 900 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Absatz (insg.): 100 St\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umsatz (insg.): 7.250 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ACoS: 20,7 %<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">CPO: 9,00 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DB1: 41,00 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DB2: 50,00 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ertrag je Produkt: 22,50 \u20ac<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ertrag gesamt: 2.250,00 \u20ac<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Senkung des ACoS hat zur Folge, dass auch die Verk\u00e4ufe stark zur\u00fcckgegangen sind. Dadurch sinkt der Ertrag pro Produkt und der Gesamtertrag f\u00fcr diesen Monat deutlich. Fairerweise muss gesagt werden, dass diese Schwankung auch von vielen anderen (externen) Faktoren beeinflusst werden kann, wie z. B. Saisonalit\u00e4t oder Aktivit\u00e4ten der Wettbewerber:innen. Daher muss eine solche Messung \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum erfolgen. Sie ist aber auf jeden Fall ein wichtiges Indiz daf\u00fcr, wie drastisch und negativ sich eine reine ACoS-Reduzierung auf den Ertrag auswirken kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">ACoS \u2013 das sollten Vendoren dringend beachten!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An dieser Stelle sei noch einmal erw\u00e4hnt, dass ACoS nicht gleich ACoS ist, denn standardm\u00e4\u00dfig wird in der\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/10-tipps-fur-ein-besseres-verstandnis-bei-ppc-kampagnen\/\">Amazon Advertising<\/a> Console\u00a0immer nur der Bruttoverkaufspreis als Berechnungsgrundlage genommen. F\u00fcr einen Seller ist dies auch in Ordnung, da es sich um eine direkte Verkaufsbeziehung zwischen H\u00e4ndler:in und K\u00e4ufer:in handelt. Bei einem Vendor ist dies anders, da hier Amazon im ersten Schritt die Produkte in einer\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/handler-hinweis-os\/\">B2B<\/a><strong>&#8211;<\/strong>Beziehung einkauft und sp\u00e4ter selbst an die Endkund:innen weiterverkauft. Der \u201enormale\u201c ACoS zeichnet hier also ein verzerrtes Bild, da eigentlich der Netto-Einkaufswert der Purchase-Order seitens Amazon betrachtet werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das folgende Rechenbeispiel zeigt, wie sich der ACoS eines Sellers von dem eines Vendors unterscheidet:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><\/td><td><strong>ACoS Seller<\/strong><\/td><td><strong>ACos Vendor<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Adspend<br>Umsatz<br>ACoS<\/td><td>5.000 Euro<br>50.000 Euro (Brutto)<br>10 %<\/td><td>5.000 Euro<br>20.000 Euro (Netto)<br>25 %<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gro\u00dfe Unterschied zwischen der ACoS-Berechnung von Seller und Vendor liegt hier eben darin, dass der Seller direkt mit den Brutto-Verkaufspreisen (also Brutto-Umsatz) rechnen kann. Der Vendor hingegen erh\u00e4lt seine Einnahmen \u201enur\u201c aus den Purchase-Orders, also den Vendor-Bestellungen von Amazon (also Netto-Umsatz) und muss dementsprechend auch seinen ACoS anders\/neu berechnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Fall ist der ACoS mit 10 % bei gleichem Werbebudget f\u00fcr Seller 2,5 mal niedriger als f\u00fcr den Vendor. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen die gleichen Produkte auch von 3rd-Party-Sellern, also Wiederverk\u00e4ufer:innen, angeboten werden und die Werbema\u00dfnahmen des Vendors k\u00f6nnen sich indirekt positiv darauf auswirken. Dies ist jedoch sehr schwer zu bewerten oder zu messen. Dennoch k\u00f6nnte ein Ansatz aus Hersteller:innen-\/Vendorsicht hier sein, alle Amazon-relevanten Verk\u00e4ufe eines Zeitraums z. B. aus dem eigenen\u00a0ERP-System in Relation zum aufgewendeten Werbebudget zu setzen und so einen ganzheitlicheren ACoS zu berechnen. Auf diese Weise k\u00e4me man als Vendor auch n\u00e4herungsweise zu einer CPO-Berechnung. H\u00e4ufig liegen solche Zahlen den Vendoren jedoch nicht vor, was eine realistische und ganzheitliche ACoS-Betrachtung f\u00fcr Hersteller:innen auf Amazon sehr schwierig macht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit zum ACoS<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der ACoS ist eine gute Grundlage f\u00fcr die Beurteilung der Performance von PPC-Kampagnen. Wie dieser Artikel jedoch zeigt, ist die Datenbasis, die zur Berechnung des ACoS in\u00a0<a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-a-content\/\">Seller Central<\/a>\u00a0oder <a href=\"https:\/\/ameo-agentur.de\/de\/wissen\/amazon-dsp-werbebudget\/\">Amazon Advertising Console<\/a> verwendet wird, oft nicht ganz so aussagekr\u00e4ftig. Nicht alle Kosten werden hier so aufgef\u00fchrt und ber\u00fccksichtigt, wie sie in der Praxis tats\u00e4chlich anfallen. Daher sollten neben dem ACoS auch weitere Performance-Kennzahlen wie CPO, TACoS und\/oder ROAS betrachtet werden. Dennoch ist der ACoS eine wichtige Kennzahl. Der ACoS zeigt eine Entwicklungstendenz, wenn er \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum betrachtet und in Relation gesetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Expert:innen von&nbsp;<a href=\"http:\/\/ameo-agentur.de\">ameo<\/a>&nbsp;stehen euch gerne beim Setup, der Verwaltung und Auswertung von Kampagnen, aber auch bei allen anderen Fragen rund um den Marktplatz Amazon zur Seite. Aus langj\u00e4hriger Erfahrung wissen wir, wie zeitaufw\u00e4ndig und komplex ein professionelles Kampagnen-Setup sein kann. Bei teilweise mehreren tausend manuellen Werbekampagnen pro Marktplatz und Kund:in sorgen wir f\u00fcr maximale Steuerbarkeit und Werbeeffizienz. Mit der richtigen Kombination aus Automatisierung, menschlicher Kontrolle und fachlichem Know-how entwickeln wir unsere Werbestrategie st\u00e4ndig weiter. Lass uns gemeinsam einen Blick auf deine Kampagnenaktivit\u00e4ten und -ziele werfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abk\u00fcrzung\u00a0ACoS\u00a0steht f\u00fcr \u201eAdvertising Cost of Sale\u201c und ist eine wichtige Kennzahl zur Steuerung von Amazon\u00a0Pay-per-Click\u00a0Anzeigen (PPC). Sie misst die Performance einer PPC-Kampagne auf Basis der Umsatzkosten. Genauer gesagt vergleicht diese Kennzahl die Ausgaben f\u00fcr PPC-Anzeigen mit dem damit erzielten Umsatz. 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